1. FC Köln: Ist Sascha Bigalke der Hoffnungsträger?


1. FC Köln: Ist Sascha Bigalke der Hoffnungsträger?
Bild: dfb.de
Beim gestrigen Montagvormittagstraining rund um das Geißbockheim haben die Spieler des 1. FC Köln eindrucksvoll demonstrieren können, dass die Motivation in der Vorbereitung besonders stark ausgeprägt ist. Sehr gute Trainingsbedingungen herrschten auf dem bestens präparierten Rasen der Trainingsfläche rund um das Geißbockheim zur Verfügung. Es weht ein neuer, ein frischer Wind beim FC, der sich den Aufstieg in die Bundesliga eindeutig als Ziel gesetzt hat.

Krafttraining und Stabilisationsübungen
Rund 100 Fans haben sich auf den Weg Richtung Geißbockheim gemacht, um die Mannschaft beim Fußballspielen beobachten zu können. Die Mienen verschlechterten sich, als bekannt gegeben worden ist, dass ein öffentliches Training an diesem Tag nicht stattfinden wird. Immerhin ist bekannt geworden, dass Stabilisationsübungen und Krafttraining auf dem Übungsprogramm für einige Spieler steht.

Bigalke lobt Stöger außerordentlich
Der feine Techniker Sascha Bigalke, der in der neuen Spielzeit zu einem echten Hoffnungsträger mutieren könnte, liebt die Ballarbeit deutlich mehr. Dies scheint ein offenes Geheimnis zu sein, wenn man erkennt, mit welcher Erleichterung er die körperlichen Übungen gänzlich ohne Spielgerät verlassen hat. Offen gibt er zu, dass doch „etwas mehr als nur Gymnastik“ durchgeführt worden ist. Die Arbeit unter dem neuen Trainer Peter Stöger schätzt er als vielversprechend ein, wie er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ verraten hat: „Er scheint sehr offen zu sein, sehr kommunikativ. Er hat eine klare Philosophie, die er uns nach und nach aufzeigen wird. Bisher alles sehr positiv.“ Was soll er denn auch anderes sagen.

Fehlende Vorbereitung als klares Manko
Ende August letzten Jahres ist der gebürtige Berliner von der Spielvereinigung Unterhaching verpflichtet worden. Der Kölner-Kaderplaner Jörg Jakobs hatte zusammen mit Ex-Trainer Holger Stanislawski den wuseligen Blondschopf von der Isar an den Rhein gelockt. Die fehlende Vorbereitung mit seinen Mannschaftskameraden erwies sich trotz seiner großen fußballerischen Klasse eher als Nachteil für den technisch so starken Mittelfeldspieler.

Nur 16 Saisonspiele für hochveranlagten Sascha Bigalke
Enttäuschend auch, dass er nur 16 Ligaspiele bestritten hat. Sein absolutes Highlight war gewiss sein Treffer zum 3:2-Sieg bei
m SSV Jahn Regensburg. Ansonsten fehlte ihm jedoch die Klarheit in seinem Spiel. In der zweiten Halbserie hatte sein Trainer kaum noch Vertrauen in das Talent und Bigalkes Spielanteile schwanden immer mehr. Nun drückt er seine Hoffnung in Worte aus, wenn er sagt: „Ein neuer Trainer bietet eine Chance, die Karten werden neu gemischt.“ Zugleich zeigt er sich optimistisch, wenn er sagt: „Ich hoffe, dass wir es diesmal schaffen, von Anfang an oben mitzuspielen.“ Realistisch betrachtet weiß er selbstverständlich ebenso: „Natürlich müssen wir uns noch verstärken.“ Für ihn persönlich lautet die Hoffnung, ob er nun endlich den erhofften Durchbruch erleben darf.

Clemens als schmerzhafter Verlust
Ein großer und schmerzhafter Verlust ist zweifelsfrei der Abgang von Mittelfeldspieler Christian Clemens, der als bester Spieler in der vergangenen Spielzeit gezählt werden kann. Für eine Ablösesumme in Höhe von drei Millionen Euro wechselt der U21-Nationalspieler zum Bundesliga-Spitzenteam FC Schalke 04 und hat dort einen Vierjahresvertrag unterschrieben. Auf seiner Facebook-Seite hoffte er auf Verständnis der Kölner-Anhänger: „Dieser Herausforderung will ich mich unbedingt stellen. Ich hoffe, ihr könnt dafür Verständnis aufbringen.“ Die Clemens-Einnahmen sollen möglichst schnell in neue Spieler investiert werden.

„43 Treffer sind zu wenig, um aufzusteigen“
Stöger hat im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ dazu folgendes mitgeteilt: „Das wird passieren, zumindest hoffe ich das. Wir haben über viele Kandidaten diskutiert - es werden noch gute Leute kommen.“ Die Offensivproblematik ist auch dem Trainer nicht verborgen geblieben, wie er nun deutlich macht: „43 Treffer sind zu wenig, um aufzusteigen.“ Der Torabschluss soll deshalb in den nächsten Tagen auf der Prioritätenliste ganz weit oben angesiedelt sein.


Informationen
Quelle: ksta.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: 1. FC Köln; Stöger; Bigalke; Clemens
Datum: 18.06.2013 16:21 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-1--fc-koeln--ist-sascha-bigalke-der-hoffnungstraeger--5955.html
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