1. FC Köln: Maierhofer zieht für sein „Adamskostüm“ positive Konsequenzen


Für die Mannschaft des 1. FC Köln geht es raus aus dem deutschen Schmuddelwetter, rein in den Flieger mit Ziel Antalya, wo ein Trainingslager in sonnigen Gefilden wartet. Allerdings bleibt für die touristischen Schönheiten nicht allzu viel Zeit, da der Fokus auf eine intensive Vorbereitung gelegt wird. Das sportliche Ziel ist es, dass besser aus den Startlöchern gekommen wird, als zum gleichen Stadium der Hinrunde. FC-Trainer Holger Stanislawski kündigt derweil schon einmal eine harte Vorbereitung an, denn auch für die Geißbockkicker gilt der Grundsatz: „Von nichts, kommt nichts.“

Die infrastrukturellen Voraussetzungen werden definitiv überaus annehmbar sein, denn bis zum 17. Januar residiert der Zweitliga-Zehnte in der Nobel-Herberge Maxx Royal, wo allerlei Annehmlichkeiten warten. Allerdings liegt der Fokus auf dem Platz, der bestens präpariert ist. Die Forderung von Stanislawski ist deutlich und klar, wie er dem “Express“ mitgeteilt hat: „Wir wollen viel im mannschaftstaktischen Bereich machen, aber auch an der Fitness arbeiten.“

Noch nicht im Kader befindet sich der jüngste Neuzugang Stefan Maierhofer, der erst den ausgearbeiteten Vertrag unterschreiben muss, bevor er tatsächlich für den FC auf Torejagd gehen kann. Die Hoffnungen, die in den 2.02 Meter Schlacks gesteckt werden, sind gewaltig, denn schon in Duisburger Zeiten und auch in der österreichischen Nationalmannschaft hat der 30-jährige „Wandspieler“ seine mannigfaltigen Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellen können. Deshalb wird er schnellstmöglichst ins Trainingslager nachreisen, da auch noch der Medizincheck in Köln absolviert werden muss. Im Gespräch mit dem „Express“ äußert sich der Deutschlanderfahrene Angreifer, wie groß seine Vorfreude auf den 1. FC Köln ist und welche sportlichen Ziele er verfolgt.

Über die erste Kontaktaufnahme mit dem Trainer und dem Kaderplaner des FC äußert sich Maierhofer sehr angetan. Auch den Weg des „Altmeisters“ bezeichnet er als interessant und möchte diesen ein Stück weit mitprägen, wie er der Kölner Boulevardzeitung verraten hat: „Noch ist nichts unterschrieben. Aber ich muss sagen, dass ich mit Holger Stanislawski und Jörg Jakobs ein überragendes Gespräch hatte. Ich bin von der Philosophie des 1. FC Köln und dem, was sie mit mir vorhaben, vollkommen überzeugt.“

Maierhofer zeichnet es aus, dass er nicht nur gespieltes Interesse für seinen Arbeitgeber zeigt. Auch die Zahl seiner Vereine haben in den letzten Jahren ein beträchtliches Ausmaß angenommen, so hat er stets eine totale Identifikation bei dem jeweiligen Verein eindrucksvoll demonstrieren können. Über den Reiz beim Zweitligisten zu kicken, weiß er folgendes zu berichten: „Ich habe ja schon in Deutschland gespielt. Ich kenne die Liga. Ich bin topfit und ich weiß, dass es ja schon einmal einen Österreicher gab, der in Köln für Furore gesorgt hat.“ Jedoch hat er nicht nur die FC-Legende Toni Polster im Blick. Auch zwei aktuelle Kölner-Spieler aus Österreich hat er nicht vergessen: „Na klar, das war ein absolutes Vorbild. Er flog in Köln ein und begeisterte die Menschen. Aber ich kenne auch Daniel Royer und Kevin Wimmer natürlich sehr gut.“

Viele Kölner-Fans werden sich an ein Pokalspiel vor gut zwei Jahren erinnern, als ein gewisser Stefan Maierhofer mit seinem Treffer das DFB-Pokalausscheiden sicherstellte. Doch Maierhofer sah sich in der
Pflicht für seinen damaligen Arbeitgeber alles Mögliche zu tun. Da spielten die Einzelschicksale des Gegners keine allzu große Bedeutung: „Was soll ich Ihnen dazu sagen? Ich stand beim MSV Duisburg unter Vertrag, und der Weg ins Finale führte nun mal über Köln. Das war sicher ein ganz wichtiges Tor. Leider konnte ich im Finale nicht auflaufen, weil ich verletzt war.“

Maierhofer zeigt auf und außerhalb des Spielfeldes Präsenz. Fast schon legendär der Nacktkalendar, wo er sich in Diensten des MSV Duisburg im „Adamskostüm“ ablichten ließ. Sicherlich werden solche freizügigen Fotos eines Fußballers immer kontrovers diskutiert, auch wenn die Damenwelt den gut gebauten Angreifer wahrscheinlich häufiger in so einer Pose sehen möchten. Realistisch gesehen, sollte auch der finanzschwache 1. FC Köln nicht auf Nacktaufnahmen seines potentiellen Goalgetters angewiesen sein. Maierhofer hingegen sieht in dieser Thematik den karitativen Zweck, der gewiss durch diese „speziellen“ Aufnahmen erfüllt worden ist: „Ich sage es mal so: Das war ja für eine gute Sache. Wenn sich dadurch jetzt in Köln 15.000 Kalender mehr verkaufen, habe ich doch alles richtig gemacht.“

Ein Abgang des 1. FC Köln hat sich mit erotischen Aufnahmen in seiner Kölner Zeit sicherlich nicht allzu sehr beschäftigt. Auf der einen Seite ist der chronisch-torlose Nordkoreaner gewiss kein Typ für solche erotischen Aufnahmen. Auf der anderen Seite muss auch wegen der dürftigen Leistungen angezweifelt werden, ob die notwendigen Rezipienten anzutreffen sind. In Köln ist er am markantesten durch seine blondgefärbten Haare aufgefallen. In Asien hingegen ist der selbsternannte „Wayne Rooney von Asien“ ein echtes Vorbild, wie bei seiner Ankunft im südkoreanischen Seoul eindrucksvoll demonstriert worden ist. Mehr als 100 Journalisten und zahlreiche Fans bereiteten dem Fehleinkauf des FC einen grandiosen Empfang. Sogar einige Bereiche des Flughafens mussten für Tese komplett abgesperrt werden. Grund seiner Reise war, dass er noch die letzten Vertragsdetails mit seinem neuen Arbeitgeber den Suwon Samsung Bluewings abklären musste.

Es muss dabei auch erwähnt werden, dass aufgrund der politisch angespannten Situation der beiden Länder ein Wechsel eines Nordkoreaners nach Südkorea eine äußerste Rarität darstellt. Tese zeigt sich wahrlich begeistert: „Wahnsinn, wie ich hier empfangen wurde.“ Diese Freude konnte jedoch nicht aufrechterhalten werden, da es abermals zu keiner Unterzeichnung des Vertrages gekommen ist: „Es gibt weiter Probleme mit meinem Pass, deswegen konnte ich immer noch nicht unterschreiben.“ Sehr aufmerksam wird dieses Prozedere auch in Köln verfolgt, da der Vertrag von Maierhofer erst dann unterzeichnet werden kann, wenn die vertragliche Angelegenheit mit Tese abgeklärt ist.


Informationen
Quelle: express.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: 1 FC Köln; Stanislawski; Maierhofer; Tese; Jakobs
Datum: 09.01.2013 19:57 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-1--fc-koeln--maierhofer-zieht-fuer-sein-„adamskostuem“-positive-konsequenzen-3539.html
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