1. FC Köln: Trainer Stanislawski stellt Strafenkatalog zusammen


Disziplin und Ordnung herrscht nun vor. Die Rede ist nicht von einer Bundeswehrbrigade. Vielmehr geht es um die einstige „launige Diva vom Rhein“, den 1. FC Köln, der nun von seinem Trainer Holger Stanislawski gewisse Regeln vorgesetzt bekommt, die im neuntägigen Trainingslager im türkischen Belek einzuhalten sind. Speziell Disziplinlosigkeiten waren in der vergangenen Spielzeit der Grund, dass der FC den bitteren Abstieg in die Zweitklassigkeit verdauen musste. Stani wirkt überaus motiviert. Auch an seinen Worten merkt man, dass er den einzig realistischen Aufstiegsplatz drei immer noch nicht abgehakt hat.

Deshalb hat er sich einige Regeln einfallen lassen, die von seinen Spielern eingehalten werden müssen. So hat er auch den Neuen Medien in gewissem Maße den Kampf angesagt, denn bei sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook wird es „natürlich Einschränkungen“ geben, wie der Coach gegenüber dem „Express“ erklärt hat. Seine Begründung: „Gewisse Dinge aus dem Innenleben der Mannschaft transportiert man einfach nicht nach draußen.“ Dabei geht es konkret um gewisse Twitter-Meldungen wie Nacktfotos oder Aufnahmen aus der Sauna, die strikt verboten sind. Dazu meint der Coach: „Alles muss im Rahmen bleiben!“

Durch die Tatsache, dass in diesen Tagen in Belek mehrere Teams aus der 1. und 2. Bundesliga ihr Trainingslager abhalten, kann dies als ein Paradies der kurzen Wege für Spielerberater oder befreundete Profis angesehen werden. Dennoch ist für den gebürtigen Hamburger ganz klar, dass alle Besuche angemeldet werden müssen: „Ein Punkt in unserem Strafenkatalog. Egal ob Familie, Freunde oder Berater – im Mannschaftshotel will ich niemanden sehen, der mir nicht angekündigt wurde.“ Das Zimmer der Spieler ist für Personen außerhalb des Trainer- und Betreuerstabs Tabu.

Was das Thema Alkohol angeht, ist Stanislawski ein wenig umgänglicher. So wird jeden Abend um 21.30 Uhr eine Bierrunde an der Bar organisiert. Selbstdisziplin ist angesagt, wie der Trainer deutlich anspricht: „Ich lasse die Minibars nicht räumen. Wer meint, er müsse die nachts leeren, fällt ohnehin auf.“ Durch exorbitantes Trinken kann sicherlich der Teamgeist gestärkt werden. Noch intensiver kann dies allerdings durch ein Dopp
elzimmer geschehen, wo auch die Gemeinschaft und die Kommunikation untereinander gestärkt werden kann, wie der Trainer versucht zu erklären: „Sie sollen Zeit gemeinsam verbringen, sich miteinander beschäftigen und sich unterhalten.“ Es gibt jedoch eine klare Regel bezüglich des berühmt-berüchtigten Zapfenstreiches: „Um 23 Uhr müssen alle Spieler auf den Zimmern sein.“

Holger Stanislawski muss nun das richtige Maß finden, dass er keinen Lagerkoller entstehen lässt, gleichzeitig aber deutlich macht, dass sich der Trip nach Belek nicht als Urlaub darstellen lässt. Zumindest wettertechnisch ist man aus Kölner Sicht mächtig enttäuscht, denn Temperaturen im einstelligen Bereich gibt es auch in Deutschland. Dazu ein frierender Stani:
„Sechzehnmal war ich hier in Belek. Aber so kalt wie jetzt war es noch nie.“ Immerhin versprechen die kommenden Tage deutlich bessere Temperaturen. Auch FC-Goalgetter Tony Ujah stellt dennoch verwundernd fest: „Seltsam, die Sonne scheint, und es ist kalt“. Und sein Trainer fügt hinzu: „Hier ist es gefährlich. Die Sonne scheint, und du hast das Gefühl, es ist wunderbar warm. Und dann kommt der kalte Wind angeblasen.“ Zugleich schickt er eine Warnung hinterher, dass „die Jungs bloß nicht durchgeschwitzt durchs Hotel laufen sollen.“

Im Hotel gibt es jedoch allerlei Annehmlichkeiten. So ist das neue Maxx Royal ein richtiger Prachtbau, der direkt am Strand gelegen ist. Eine gute Wahl von Teambetreuer Max Vollmar. Trainer Holger Stanislawski hat sich für ein separates Zimmer im Hotel entschieden. Damit haben die Spieler den gesamten fünften Stock für sich.


Informationen
Quelle: express.de ; bild.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: 1. FC Köln; Stanislawski; Ujah
Datum: 10.01.2013 19:30 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-1--fc-koeln--trainer-stanislawski-stellt-strafenkatalog-zusammen-3560.html
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