1. FC Köln-Torwart Timo Horn: "Wir sind als Mannschaft weiter zusammengewachsen"


Der 2:1-Sieg des 1. FC Köln über den FC Erzgebirge Aue ist zweifelsfrei ein Sieg der Moral, denn ein dreifacher Punktgewinn in der Nachspielzeit kann auch die mannschaftliche Geschlossenheit noch einmal demonstrieren. Nun warten zwei schwere Auswärtspartien in Cottbus und St. Pauli auf das Team von Trainer Holger Stanislawski, der eine Siegesserie mit seinem Team tunlichst hinlegen sollte, wenn der Bundesliga-Aufstieg auch tatsächlich realistisch sein sollte.

Im Gespräch mit dem "Kölner Stadt Anzeiger" kann auch FC-Keeper Timo Horn die Bedeutung dieses 2:1-Sieges richtig einordnen. Vor allem auch im Hinblick auf die unmittelbare Konkurrenz aus der Pfalz, die ebenfalls ihr Spiel siegreich gestalten konnten: „Wir hätten das Spiel in der Anfangsphase entscheiden müssen. Christian Clemens Tor in letzter Minute kann eine Initialzündung für uns gewesen sein. Die drei Punkte waren enorm wichtig, da auch der 1. FC Kaiserslautern knapp gewinnen konnte.“ Durch einen Treffer in der 87. Spielminute konnte der vermeintlich härteste Rivale im Kampf um den Relegationsplatz drei ganz wichtige Punkte ergattern und zugleich mit dem TSV 1860 München eine Mannschaft aus dem Aufstiegsrennen kegeln, die in der Rückrunde noch einmal voll angreifen wollte.

Das Team des 1. FC Köln hat zweifelsfrei eine sehr positive Entwicklung in den letzten Wochen durchgemacht. In der Wintervorbereitung konnten sämtliche sechs Testspiele siegreich gestaltet werden. Besonders der 1:0-Sieg über Borussia Dortmund ist vielfach umjubelt worden, da in diesem Match von FC-Seite das große Potential auf dem Platz umgesetzt werden konnte. Die positive Entwicklung hat auch Keeper Timo Horn erkannt: „Im Vergleich zur Hinrunde sind wir als Mannschaft weiter zusammengewachsen. Dennoch fehlt uns noch ein wenig die Erfahrung, was man auch an der Chancenverwertung im Spiel gegen Aue gesehen hat. Wenn wir so spielen wie in der ersten halben Stunde, ist es schwer, uns zu schlagen.“

Nun liegt der klare Fokus auf dem kommenden schweren Auswärtsspiel beim FC Energie Cottbus, der als direkter Aufstiegskonkurrent vom FC gehandelt wird. Der große Rivale wird nach Ansicht von Timo Horn zweifelsfrei der Mitabsteiger aus Kaiserslautern sein, den es noch einzuholen gilt: „Cottbus ist natürlich ein starker Gegner. Ich denke, dass sie mehr mitspielen werden als Aue. Ich bin
aber zuversichtlich, dass wir uns auch da viele Torchancen erspielen und drei Punkte holen werden. Wir wollen Kaiserslautern auf den Fersen bleiben und in Cottbus nachlegen.“

Nun muss der Fokus auf die sportlichen Aufgaben gelegt werden. Dennoch ist auch ein wenig Ablenkung nicht allzu schlecht und so hat sich das Team des 1. FC Köln Richtung Maritim-Hotel aufgemacht, wo bei fröhlicher Atmosphäre die fünfte Jahreszeit gefeiert worden ist. Der Einfluss vom FC-Vizepräsident ist sicherlich nicht zu übersehen gewesen, denn das Präsidium hatte sich vor den 1650 Besuchern als Musketiere verkleidet. Und Vize-Boss Toni Schumacher machte gegenüber dem "Express" deutlich: „Einer für alle, alle für einen, das ist unser Motto.“ Der Bart von Holger Stanislawski sollte so lange sprießen, bis es zur nächsten Niederlage kommen wird. Aus diesem Grund hofft Präsident Werner Spinner auf einen bärtigen Trainer, wie er deutlich gemacht hat: „Ich hoffe, dass Stanis Bart noch ganz lang wird, dann feiern wir noch viele Siege.“ Als Kreuzfahrer ist das Trainerteam um Chefcoach Holger Stanislawski verkleidet gewesen. Und ein wenig spaßig meinte der ehemalige Pauli-Trainer: „Wir sind auf dem Kreuzzug ins Glück." Lobend äußerte er sich über den Anlass dieser Verkleidung: „Wir können hier ja nicht im Anzug kommen. Eine tolle Veranstaltung!“

Die Mannschaft des FC hingegen zeigte sich gut gelaunt. Der Slogan: "Viele Köche verderben den Brei" kann hoffentlich nicht auf die Mannschaft des 1. FC Köln umgemünzt werden, da in den nächsten Wochen bis zum Saisonende der derzeitige Sechs-Punkte-Abstand auf den Tabellendritten aus Kaiserslautern möglichst zeitig wettgemacht werden sollte. Wenn der rheinische Traditionsverein tatsächlich den unrealistischen Fall des Aufstiegs erreichen sollte, dann dürften die Feierlichkeiten danach deutlich euphorischer ausfallen.


Informationen
Quelle: express.de , ksta.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: 1. FC Köln; Stanislawski; Horn; Clemens; Schumacher
Datum: 06.02.2013 20:27 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-1--fc-koeln-torwart-timo-horn---wir-sind-als-mannschaft-weiter-zusammengewachsen--4022.html
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