1860 München: Investor vergrault Spieler


Beim TSV 1860 München geht es derzeit drunter und drüber. Schuld daran sind interne Streitigkeiten zwischen der Investorenseite um Hasan Ismaik, seinem Unterhändler Hamada Iraki, sowie Geschäftsführer Robert Schäfer, die gegen den Präsidenten Dieter Schneider wettern. Leidtragende Akteure dieser Streitigkeiten sind die Spieler, die zum Teil schon ihren Abschied ankündigen.

Beim TSV 1860 aus München ist man ein Meister der Verschleierung. Gute Miene zum bösen Spiel hat auch derzeit wieder Hochkonjunktur bei den „Löwen“. Hinter den Kulissen tobt ein erbitterter Machtkampf. Die Konsequenz ist auch sportlicher Natur, denn die besten Spieler verlassen den Verein. Stefan Aigner ist der erste der im Sommer seinen Abschied angekündigt hat. Andere Leistungsträger werden folgen. Ursprünglich wollte der „Ur-Bayer“ Aigner seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag verlängern. Die Solidarität zu Präsident Schneider war aber größer als die Liebe zum Verein. Hart getroffen hat es den 24-jährigen Edeltechniker was mit seinem Vorgesetzten derzeit geschieht: „Unmenschlich, was mit ihm passiert.“ Nun kann der torgefährliche Flügelstürmer gar ablösefrei den Verein wechseln.

Auf der Führungsebene kehrt keine Ruhe ein beim Deutschen Meister von 1966. So wurden in einem großen Eventzelt neben der Allianz Arena Businesspartner und Medienvertreter des Vereins eingeladen. Das Thema der prunkvoll angehauchten Veranstaltung war „Pläne und Visionen des Investors“. Für die Begrüßungsansprache war Geschäftsführer Robert Schäfer, der sei
t geraumer Zeit auch zum Gegenspieler von Dieter Schneider gilt. Das eigentliche Oberhaupt des Vereins sieht sehr gestresst aus. Ausgemergelt, abgemagert. Der Stress hat ihn zu einem „Kettenraucher“ werden lassen. Große Augenringe zeugen von einer Schlaflosigkeit in den letzten Wochen und Monaten. Der Dauerstreit der Gesellschafter lässt ihn auch verbal angeschlagen wirken. Frühere kommunikative Kampfaussagen hört man derzeit vergeblich. Resignation macht sich breit. Den Schuldigen zu suchen ist fehl am Platz. Lösungen müssen gefunden werden in dieser vertrackten Lage, die derzeit nur Verlierer sieht. Ismaik sieht ein Problem in Präsident Schneider, den er unter allen Umständen entfernen möchte. Das weitere Festhalten am Präsidenten ist auch der Grund, warum die geplanten Investitionen in Winterneuzugänge kaum realisiert werden. Es scheint, als ob die arabisch-bayrische Zwangsehe vor dem Aus steht. Die Frage lautet nur: Wer trennt sich von wem?
Als Neuzugang für die Abwehr darf seit heute Guillermo Vallori begrüßt werden. Der Spanier hat vorerst bis Juni diesen Jahres einen Vertrag unterschrieben. Zuvor spielte er bei dem „Grasshopper-Club“ Zürich.


Informationen
Quelle: kicker.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: 1860 München
Datum: 30.01.2012 20:28 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-1860-münchen--investor-vergrault-spieler-792.html
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