Arminia Bielefeld wütend auf Schiedsrichter und sich selbst


Ohne Zweifel hat Zweitliga-Aufsteiger DSC Arminia Bielefeld beim jüngsten Ligaspiel beim FC Ingolstadt 04 eine sehr empfindliche 2:3-Niederlage hinnehmen müssen. Innerhalb von gerade einmal 20 Minuten haben die Ostwestfalen einen sicher geglaubten Auswärtssieg noch aus der Hand gegeben. Eigene Unkonzentriertheiten und ein fehlerhafter Schiedsrichter Markus Wingenbach waren für die Niederlage bei den Audistädtern verantwortlich.

„Das ist ein Elfer, den man beim besten Willen nicht geben kann“

Besonders der Elfmeterpfiff, der nach einem eher harmlosen Gerangel zwischen FCI-Spieler Caiuby und Bielefelds Jonas Strifler, getätigt worden ist, war zweifelsfrei mehr als strittig. Letztlich auch bei genauerer Betrachtung der Bilder eine klare Fehlentscheidung, was auch Bielefelds-Trainer Stefan Krämer gegenüber dem „Westfalen-Blatt“ deutlich machte: „Das ist ein Elfer, den man beim besten Willen nicht geben kann.“ Noch deutlicher äußerte sich DSC-Sportchef Samir Arabi, der ein wenig unglaubwürdig wirkte, als er sagte: „Hier haben sich Szenen ereignet, die sind für mich unerklärlich.“ Arabi hatte aus objektiver Sicht Recht, denn bereits nach vier Spielminuten hätte es für die Arminia nach einem Foul im Strafraum an Patrick Schönfeld Elfmeter geben müssen. Nach rund 60 Minuten Spielzeit wäre bei einem Handspiel von Ingolstadts Danny da Costa sogar ein Handelfmeter möglich gewesen. Allerdings übersah dies der insgesamt schwache Schiedsrichter Wingenbach.

„Wir wollen gewinnen, wir spielen immer nach vorne“

Dennoch sollte aus realistischer Sicht nicht nur Wingenbach als Schuldiger klassifiziert werden. So müssen sich die Bielefelder auch an die eigene Nase fassen, wenn Mittelfeldmann Tom Schütz erklärt: „Ich weiß nicht, ob wir nach dem Führungstreffer zu euphorisiert waren. Wir standen einfach nicht gut. Das müssen wir analysieren.“ Statt sich nach dem 2:1-Führungstreffer durch Philipp Riese vermehrt auf die Defensive zu konzentrieren, wurde auf das 3:1 gegangen. Für Defensivspezialist Manuel Hornig eine normale Vorgehensweise seiner Mannschaft: „Wir wollen gewinnen, wir spielen immer noch vorne. Das haben wir drin. Wir haben alles bis zur letzten Minute probiert. Leider ging es nach hinten los.“

„Das haben wir uns selber eingebrockt“

Etwas naiv stellten sich die Bielefelder an, denn nur 180 Sekunden nach dem Ausgleichstreffer kam es nach einem Eckball und einem Kopfstoß durch den ehemaligen B
ielefelder Christian Eigler zum 3:2-Siegtreffer. Krämer bilanziert dazu wie folgt: „Das 2:2 führte dazu, dass die Spieler so enttäuscht sind, dass sie bei einer eigenen Ecke einen Stellungsfehler machen. Und durch den Fehler laufen wir ins Verderben.“ Mittelfeldkämpfer Tom Schütz stellt derweil fest: „Daraus müssen wir schleunigst lernen. Das haben wir uns selber eingebrockt.“ Marc Lorenz wurde durch Strifler ersetzt. Krämer begründete wie folgt: „Ich wollte Marc den Druck nehmen, dass jeder auf ihn guckt, ob er wieder einen Fehler macht.“

„Das alles wird die Mannschaft nicht umwerfen“

Insgesamt war jedoch Zufriedenheit Trumpf bei den Bielefeldern, was auch Stefan Krämer gegenüber dem „Westfalen-Blatt“ deutlich gemacht hat, als er erklärte: „Wir haben eine Mannschaft, die fast nur aus Erstligaspielern besteht, in der zweiten Halbzeit dominiert. Das muss man mitnehmen. Daran sieht man die Entwicklung der Mannschaft.“ Optimistisch in die Zukunft blickte auch Sportchef Arabi: „Das alles wird die Mannschaft nicht umwerfen – wir werden wiederkommen.“ Aus den Fehlern zu lernen, war die Maxime für Arminias-Spielführer Thomas Hübener: „Damit es gegen Düsseldorf klappt, müssen wir schnell die Köpfe frei kriegen. Und wir müssen uns in einigen Szenen deutlich klüger anstellen.“

20 000 Zuschauer werden gegen Fortuna Düsseldorf erwartet

Nach aktuellen Angaben zufolge rechnet der DSC Arminia Bielefeld auch für das kommende Heimspiel gegen Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf mit rund 20.000 Zuschauern am Freitabend. Die Stehplätze werden so langsam rar. So sind dort nur noch etwa 1.000 Tickets verfügbar. Auf der vereinseigenen Homepage wird Bielefelds-Geschäftsführer Marcus Uhlig wie folgt zum anstehenden Besuch zitiert: „Nach den Erfahrungen der bisherigen Heimspiele in der laufenden Zweitliga-Saison sind 20.000 Zuschauer gegen Düsseldorf realistisch. Wir freuen uns über jeden Fan, der den Weg in die SchücoArena findet und unsere Mannschaft unterstützt.“


Informationen
Quelle: westfalen-blatt.de, arminia-bielefeld.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: Arminia Bielefeld, Stefan Krämer, Samir Arabi, FC Ingolstadt, Caiuby, Marcus Uhlig
Datum: 26.08.2013 15:56 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-arminia-bielefeld-wuetend-auf-schiedsrichter-und-sich-selbst-7183.html
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