DFB-Boss Niersbach verteidigt RB Leipzig – Hoheneder braucht noch Zeit


Der so chronisch ambitionierte und finanzstarke Zweitliga-Aufsteiger Rasen Ballsport Leipzig entwickelt sich immer mehr zu einem Politikum. Nun hat sich auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zu dieser Thematik geäußert, nachdem Landrat Michael Czupalla (64, CDU) eine deutliche Stellungnahme diesbezüglich gefordert hatte.

Akzeptanz wird noch einige Zeit benötigen

So kann etwa Niersbach dazu berichten: „Auch ich vertrete die Auffassung, dass die Entwicklung von RB Leipzig für den Fußball in dieser Stadt und mit den vielen Fans,[...] positiv zu bewerten ist. Ich selber hatte ein Schlüsselerlebnis zu Beginn des Jahres 2003. Damals kamen wir nach Leipzig, um bei einem „WM-Countdown“ die Stadt und die Region auf die bevorstehende Weltmeisterschaft einzustimmen. Bei dieser Veranstaltung gaben sich die Verantwortlichen von Lokomotive Leipzig und Chemie Leipzig noch nicht einmal die Hand. So etwas habe ich in meinem Berufsleben rund um den Fußball noch nicht erlebt. Anders ausgedrückt: Wenn es die großen Traditionsvereine über Jahre und Jahrzehnte nicht geschafft haben, sich über einen seriösen Weg wieder im Profi-Fußball zu etablieren, dann darf sich niemand beschweren, wenn dann ein anderer Weg beschritten wird und dieser auch zum Erfolg führt. Natürlich registrieren wir auch das Verhalten der Fans der Konkurrenzvereine. Aber hier sehen wir keine Möglichkeit zum Einschreiten. Vermutlich wird noch einige Zeit nötig sein, bevor RB Leipzig genauso wahrgenommen und begleitet wird wie die anderen Vereine aus der Bundesliga und 2. Bundesliga,“ so wird der ehemalige Pressesprecher des Deutschen Fußball-Bundes gegenüber der „Bild-Zeitung“ zitiert.

Hoheneder noch nicht im Wettkampfmodus

Das Sachsen-Derby gegen den FC Erzgebirge Aue (1:0-Sieg für RB Leipzig) wird Leipzigs Niklas Hoheneder sicherlich nie vergessen. So fällt der 27-jährige Abwehrspieler nach dem mächtigen Sturz nun für rund 50 Tage aus. Ein langer Ausfall. Eine Rückkehr in die Stammformation ist aktuell noch nicht
in Sicht. Der Abwehrchef von RBL hat beim siegreichen 2:1-Testspiel gegen Markkleeberg für 45 Spielminuten mitwirken können und kann den Großteil mit der Mannschaft trainieren. Für RBL-Coach Alexander Zorniger ist allerdings schnell klar, dass es noch Verbesserungsmöglichkeiten im Leistungsbereich gibt: „Doch es ist deutlich zu sehen, dass Nik bei Sprints den linken Arm noch nicht richtig koordinieren kann.“

Einsatz in Nürnberg kommt zu früh

Der Grund für diese erhebliche Störung ist bekannt, denn durch den gequetschten Nerv kann ein rund zehn Zentimeter langes Stück im Oberarm nicht richtig angesteuert werden. Für ihn stellt es speziell bei schnellen Drehungen und Sprints ein erhebliches Problem dar. Für den Zweitliga-Alltag reicht es deshalb noch nicht. Auch das kommende Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg am Freitag wird für ihn deshalb kein Thema darstellen.

Franke auf dem Weg der Besserung

Der Österreicher freut sich immerhin über die kleinen Entwicklungsschritte, wenn er zu berichten weiß: „Dennoch war es ein gutes Gefühl, gegen Markkleeberg wieder auf dem Platz zu stehen.“ Ganz bewusst hat der ehemalige Spieler aus Prag darauf verzichtet, dass er sich den Sturz auf zwei Metern Höhe noch einmal im Fernsehen anschauen wird. Dazu kann der sympathische Defensiv-Spezialist gegenüber der „Bild-Zeitung“ mitteilen: „Das muss ich mir nicht geben. Die Fotos, die mir Freunde geschickt haben und die ich in den Zeitungen gesehen habe, reichen mir...“ Erfreuliche Nachrichten gibt es von Innenverteidiger Fabian Franke zu berichten, der nach seiner schmerzhaften Achillessehnenreizung nun immerhin schon eine halbe Stunde in Folge joggen kann.


Informationen
Quelle: bild.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: RB Leipzig, Niklas Hoheneder, Wolfgang Niersbach, 1. FC Nürnberg, Fabian Franke, 2. Bundesliga
Datum: 14.10.2014 12:44 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-dfb-boss-niersbach-verteidigt-rb-leipzig--hoheneder-braucht-noch-zeit-16221.html
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