Die Mischung macht’s beim 1. FC Kaiserslautern


Mit großen Schritten marschiert Bundesliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern Richtung direkter Wiederaufstieg. Dieses Ziel ist klar und deutlich kommuniziert worden und wird mit starken, sportlichen Leistungen bisher auch redlich untermauert. Durch den mühseligen, letztlich aber verdienten 4:1-Heimsieg über den FC Erzgebirge Aue ist das Team von Trainer Franco Foda an Mitabsteiger Hertha BSC vorbeigezogen und belegt nun den zweiten und damit direkten Aufstiegsplatz. Mit sechs Siegen und sechs Unentschieden steht der Pfälzer Traditionsverein mit 24 Zählern auf klarem Aufstiegskurs.

Florian Dick ist für den FCK ein eminent wichtiger Spieler. Dies ist auch damit zu begründen, dass der 27-Jährige in Abwesenheit des verletzten Albert Bunjaku das Amt des Spielführers übernehmen durfte, was seinen Stellenwert innerhalb der Mannschaft nur allzu deutlich macht. Optimistisch äußert sich Dick über den erfolgreichen Sprung auf einen direkten Aufstiegsplatz, wenn er gegenüber „Rheinpfalz.de“ freimütig mitteilt: „Ich denke, auf dem Weg, auf den wir wollten, da sind wir. Es sieht gut aus.“ Sicherlich ist diese hervorragende Tabellenplatzierung keine große Überraschung, denn vor der Spielzeit sind bundesligaerfahrene Akteure wie Mohammadou Idrissou oder auch Alexander Baumjohann verpflichtet, die für eine enorme Qualität sorgen und mit ihren Treffern respektive Vorlagen für den sportlichen Aufschwung mitverantwortlich gewesen sind.
Doch nicht nur die erfahrenen Akteure demonstrieren wöchentlich ihr enormes Leistungspotential. Auch Talente, wie der 19-jährige Defensivspieler Dominique Heintz, sein 21-jähriger Abwehrkollege Dennis Linsmayer oder auch Mittelfeldakteur Hendrick Zuck, Steffen Zellner und Offensivmann Julian Derstroff haben in ihren Einsätzen ihre große Leistungsfähigkeit nachweisen können. Auch der polnische Nationalspieler Aryel Borisiuk und der griechische EM-Teilnehmer Konstantinos Fortounis sind trotz ihrer jungen Jahre bereits maßgeblich am erfolgreichen Saisonstart beteiligt. Der langjährige Lauterer-Profi Dick zeigt sich erfreut über diese Entwicklung: „Ganz ehrlich: Ich hätte nicht gedacht, dass das so schnell so gut funktioniert. Dadurch, dass die Jungen so gut eingeschlagen sind, sind wir jetzt auch in der Breite sehr gut aufgestellt. Wir haben eine sehr gute Mischung.“ Einsatz, Leidenschaft und Kampfgeist sind ganz wichtige Tugenden, die von den talentierten FCK-Spielern auf dem Platz hervorragend demonstriert werden. Einen weiteren Vorteil sieht der Ersatzkapitän jedoch auch noch, wenn er gegenüber „Rheinpfalz.de“ preisgibt: „Das macht die Hierarchie in der Mannschaft klarer, was in den letzten Jahren ein bisschen gefehlt hat. Die Jungen sind keine Spinner, die sind alle klar im Kopf und wissen, dass das nie böse gemeint ist, wenn man mal was zu ihnen sagt. Es macht einfach Spaß, wenn man sieht, dass sie das auch annehmen.“
Der Aufstieg mutiert für den Traditionsverein aus der Pfalz fast schon zur Pflichtaufgabe, denn durch die erhebliche Diskrepanz der Finanzen im Vergleich zwischen der Bundesliga
und des deutschen Unterhauses, sollte die direkte Rückkehr in die Eliteklasse möglichst schon im ersten Jahr gelingen, andernfalls muss der teure Kader erheblich abspecken, was auch zu einem erheblichen Qualitätsverlust führen wird. Zu dieser Thematik meint Dick: „Beim ersten Mal war nicht so der Druck da, aufzusteigen. Aber mit den Leuten, die vor dieser Saison geholt wurden, war von vorneherein klar, dass es nur um den Aufstieg gehen kann.“ Dick hat das Gefühl des Aufstiegs bereits zweimal miterleben dürfen, denn bereits 2007 mit dem Karlsruher SC und 2010 mit dem 1. FC Kaiserslautern konnte er den begehrten Klassenwechsel als Kicker erleben. Mit seinen fast 28 Jahren ist er auch für einen Auslandswechsel noch nicht zu alt. Mit der englischen Liga hat er sich schon mehrfach beschäftigt und dies möchte er bewusst auch nicht abstreiten, wenn er sagt: „Im Hinterkopf habe ich das immer noch. Aber ich mache mir in der Hinsicht überhaupt keinen Stress.“
Am kommenden Samstag geht es nun zum Spiel beim SC Paderborn. Dort wird höchstwahrscheinlich der Grieche Konstantinos Fortounis ausfallen, denn eine schmerzhafte Prellung beim Heimsieg gegen den FC Erzgebirge Aue lässt einen Einsatz derzeit eher nicht zu: „Sein Einsatz ist fraglich, aber wenn wir ihn ersetzen müssen, dann wird uns auch das wieder gelingen. Wir haben viele Spieler und die, die reingekommen sind, haben einen guten Job gemacht.“ Die Mischung macht’s beim FCK, denn Identifikation und Leidenschaft für den Verein sind zwei Tugenden, die nach dem schlimmen Bundesligaabstieg aus dem Vorjahr absolute Priorität genossen haben. Nun kann bei einem Ausfall eines Stammspielers ein hochmotivierter Nachwuchskicker nachrücken, der seine Chance unbedingt nutzen möchte. Der Einsatz vom etatmäßigen Spielführer Albert Bunjaku steht derzeit noch nicht fest. Über das Spiel gegen Aue ist schon viel gesehen worden. Besonders bis zum 2:1-Führungstreffer durch den ersten Treffer von Baumjohann war der Abstiegskandidat aus dem Erzgebirge nahezu ebenbürtig. Dennoch wollte Trainer Foda das Positive herausziehen, wenn er anmerkte: „Aber es gab einfach mehr Lichtblicke.“ Auch Aushilfskapitän Florian Dick zeigte sich nach der Begegnung zufrieden, wenn er konstatierte: „In der ersten Viertelstunde nach der Pause waren wir alle ein bisschen fahrlässig und nachlässig. Aber wir haben das erreicht, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben Platz zwei erreicht, und den wollen wir nicht mehr hergeben.“


Informationen
Quelle: rheinpfalz.de ; allgemeine-zeitung.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: 1. FC Kaiserslautern; Foda; Dick; Zuck; Idrissou; Zellner; Baumjohann; Fortounis
Datum: 08.11.2012 15:31 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-die-mischung-macht’s-beim-1--fc-kaiserslautern-2749.html
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