FC St. Pauli nach 0:1-Heimniederlage gegen Greuther Fürth weiterhin Schlusslicht


FC St. Pauli nach 0:1-Heimniederlage gegen Greuther Fürth weiterhin Schlusslicht
Der FC St. Pauli bleibt Schlusslicht in der 2. Fußball-Bundesliga. Das Heimspiel gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth haben die Kicker von Trainer Ewald Lienen mit 0:1 verloren. 23.383 Zuschauer im aktuell umgebauten Millerntor-Stadion waren Zeuge, wie nach einer knappen halben Stunde Kasper Przybylko den Ball mit an das rechte Fünfmeterraumeck nahm und im Fallen Pauli-Keeper Himmelmann tunneln konnte. Eine überragende Willensleistung des polnischen Junioren-Nationalspielers. Für die Fürther war es hingegen das Ende einer Serie, denn nach acht Spielen in Folge ohne dreifachen Punktgewinn und sechs Begegnungen ohne eigenen Treffer war es das Ende der Negativserie. Die gastgebenden Kiezkicker präsentierten sich über weite Strecken der Partie wie ein Absteiger, vor allem was die fehlende Konsequenz vor dem gegnerischen Gehäuse anging Eine Leistungssteigerung war immerhin in den zweiten 45 Minuten sichtbar. Die Paulianer nahmen viele Zweikämpfe auch, doch konnten spielerisch nur wenige Highlights setzen. Die Stimmen zur Partie gibt es hier.

FC St. Pauli

Ewald Lienen: „Ich verstehe den Schiedsrichter nicht. Er hat klare Sicht auf die Situation, entscheidet auf Strafstoß, lässt sich aber dann vom Linienrichter umstimmen. Bekommen wir den Elfmeter und gehen mit 1:0 in Führung, sehen wir ein ganz anderes Spiel. Nun haben wir die Partie verloren und es sich aber letztendlich selber zuzuschreiben. Wir sind sehr enttäuscht, dass wir heute nicht mindestens einen Punkt aus dem Spiel mitgenommen haben. Wir haben es jedoch in der ersten Halbzeit nicht gut gemacht. Fürth hat die nötige Aggressivität und Cleverness an den Tag gelegt, wir haben aber die Zweikämpfe nicht so angenommen, wie wir es in den letzten Spielen getan haben. Die Folge war dann der Rückstand. In Durchgang zwei haben wir die Spielkontrolle übernommen und es Fürth schwer gemacht. Sie haben aber den Kampf angenommen und es clever zu Ende gespielt. Es gab viele Freistöße, die wir nicht gut verteidigt haben. Nach einem fiel dann das 0:1 aus abseitsverdächtiger Position. Am Ende muss man aber auch sagen, dass wenn wir es nicht zu diesen Freistößen kommen lassen, wir uns auch kein Gegentor fangen. So verlieren wir das Spiel mit 0:1 und haben es uns am Ende selbst zuzuschreiben.“

Sportdirektor Thomas Meggle: „Wenn du die Torchancen, die wir uns herausgespielt haben, nicht nutzt, wie sollst du dann zum Tor kommen? Hinzu kam, dass der Schiedsrichter leider massiv ins Spiel eingegriffen hat. Das ist ein ganz bitterer Abend für uns.“

Lasse Sobiech: „Wir hatten viele Chancen, um das Tor zu machen. Wenn du vier hundertprozentige Torchancen hast, dann muss der Ball irgendwann mal reingehen. Natürlich war es heute nicht einfach, weil gefühlt jede kritische Aktion gegen uns gepfiffen wurde.“

Sebastian Schachten: "So kurz nach dem Abpfiff ist es schwer, das Spiel zu analysieren und die Gründe für die Niederlage zu finden. Wir haben ein Tor kassiert und keins gemacht. Deshalb verlieren wir die Partie. Doppelt ärgerlich ist die Tatsache, dass es wohl ein doch Elfmeter war. Das passt zu unserer Situation. Wenn wir 1:0 in Führung gehen, bekommt das Spiel eine andere Wendung. Beim Gegentor sind wir nicht mitgegangen, da haben wir gepennt. Das darf uns nicht passieren. Am Ende haben wir die Brechstange rausgeholt, aber vergeblich. Aufgeben ist aber keine Option für uns, das kann ich versprechen. Wir werden jedes Spiel alles raushauen, was geht."

Sören Gonther: "Es ist richtig
bitter gelaufen und ich weiß noch nicht, wie ich die Partie heute Abend verarbeiten soll. Wir waren die bessere Mannschaft, hatten die besseren Chancen und haben alles in die Waagschale geworfen. Trotzdem haben wir verloren. Richtig bitter ist die Entscheidung des Schiedsrichters gewesen, den Elfmeter nach Rücksprache mit seinem Assistenten doch nicht zu geben. Ich weiß nicht, der wievielte Elfmeter es war, der nicht für uns gepfiffen wurde. Da sind wir klar benachteiligt worden. Schlussendlich war es die spielentscheidende Szene. Wenn wir 1:0 in Führung gehen, gewinnen wir auch. In München werden wir alles raushauen, um das Spiel für uns zu entscheiden."

Waldemar Sobota: „Wir haben heute alles in die Waagschale geworfen. Leider hat es nicht gereicht. Das ist bitter, aber so ist Fußball. Ich traue uns ganz viel zu und ich bin mir sicher, dass wir da unten rauskommen.“

SpVgg Greuther Fürth

Frank Kramer: „Wir haben heute ein unheimlich intensives Spiel mit vielen heißen Szenen gesehen. Meine Mannschaft hat robust verteidigt und vorne gute Szenen vor dem Tor gehabt. Eine haben wir genutzt und sind in Führung gegangen. Die Jungs haben sich der Situation Abstiegskampf gestellt und heute Charakter gezeigt. So müssen wir nun die nächsten 13 Spiele angehen.“

Stephan Fürstner: Wir wussten vorher, was das für ein Spiel wird. Wir haben den Kampf angenommen, wir haben eine Bude gemacht und wir haben gewonnen. Jetzt müssen wir daran in den nächsten Spielen anknüpfen. Wichtig ist, dass die Spieler, die fit sind, alles geben, Einzelschicksale sind da nicht wichtig.

Benedikt Röcker: Dass das heute kein schönes Spiel wird, das war allen klar. Wir haben das angenommen, wir haben das Tor gemacht und 1:0 gewonnen. Wir wussten vorher alle, was heute auf dem Spiel stand. Wir haben uns heute mit dem Sieg ein Stück weit befreien können, und das nicht nur in der Tabelle. Bei der Situation im Strafraum versuche ich noch, die Arme hinter dem Körper zu verstecken. Die Bewegung gehört zum Laufen dazu.

Kacper Przybylko: Wir haben uns endlich belohnt, ich bin überglücklich, dass diese Zählerei der Minuten vorbei ist. Es war ein wichtiger Sieg für den ganzen Verein. Es lief gut für mich heute. Ich wollte dann unbedingt das 2:0 machen, damit wir nicht mehr zittern müssen, aber egal. Heute hatten wir einige Chancen, ich habe eine davon genutzt, beim nächsten Mal wird es ein anderer machen.


Informationen
Quelle: fcstpauli.com,"greuther-fuerth.de"
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: FC St. Pauli, SpVgg Greuther Fürth, Ewald Lienen, Thomas Meggle, Lasse Sobiech, Sebastian Schachten, Benedikt Röcker,Stephan Fürstner, Kacper Przybylko
Datum: 17.02.2015 09:03 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-fc-st--pauli-nach-0-1-heimniederlage-gegen-greuther-fuerth-weiterhin-schlusslicht-18707.html
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