FC-Vize Schumacher: „Das Gerede vom Fehlstart nervt mich“


FC-Vize Schumacher: „Das Gerede vom Fehlstart nervt mich“
Bild: dfb.de
Die Forderung ist klar und unmissverständlich: Der 1. FC Köln möchte unter allen Umständen einen Auswärtssieg beim SC Paderborn 07 landen.Dafür hat FC-Trainer Peter Stöger seine Mannschaft in den letzten beiden Tagen intensiv auf diese heikle Aufgabe beim punktlosen Tabellenkind aus Ostwestfalen vorbereitet. Geheimtraining war im altehrwürdigen Franz-Kremer-Stadion angesagt worden.

Bis auf die Langzeitverletzten alle Spieler an Bord

Man möchte tunlichst nichts dem Zufall überlassen. Beim gestrigen Donnerstagstraining hat auch Spielführer Miso Brecko wieder mit agieren können. Zuvor hat der slowenische Nationalspieler wegen Knieproblemen aussetzen müssen. Damit stehen Coach Stöger sämtliche Spieler zur Verfügung. Einzig die langzeitverletzten Adil Chihi, Kevin McKenna und Sascha Bigalke werden auch weiterhin ausfallen. Einige offene Personalfragen sind nun entstanden. Vor allem scheint derzeit noch unklar zu sein, ob auf der linken Offensivposition Maximilian Thiel oder Thomas Bröker agieren werden.

„Jeder ist eine Option für die Startelf“

Zuletzt hat der österreichische Trainer fast schon gebetsmühlenartig wiederholt, dass jeder Spieler um seinen Stammplatz kämpfen muss „Jeder ist eine Option für die Startelf“. Dies haben die Spieler beim überzeugenden 2:0-Sieg im DFB-Pokal bei Eintracht Trier auch eindrucksvoll beweisen können. Sämtliche Positionen scheinen nach dem derzeitigen Stand der Dinge besetzt zu sein. Einzig die linke, offensive Außenposition ist noch innig umkämpft zwischen den genannten Thiel und Bröker. Auch die defensive Mittelfeldposition scheint nun klarer besetzt zu sein. Matthias Lehmann konnte zuletzt endlich einmal überzeugende Partien abliefern. In vielen Einzelgesprächen hat der feinfühlige Stöger den 30-jährigen Routinier wieder aufbauen können. Nun scheint der ehemalige Bundeligaspieler ein wenig aus seinem Formtief entkommen zu sein.

„Der FC ist mit Bundesligaspielern gespickt“

Der Auftrag ist eindeutig für die „Geißböcke“. Es muss in der ostwestfälischen Domstadt unter allen Umständen gewonnen werden. Für Kölns-Neuzugang Daniel Halfar scheint derweil absolut klar zu sein: „Es gilt, am Ende oben zu stehen, nicht nach den ersten beiden Spieltagen.“ Paderborns-Trainer Andre Breitenreiter hingegen fordert einiges von seinen Spielern. Dies macht er deutlich, wenn er sagt: „Jeder Einzelne muss eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, damit wir in Zukunft Paroli bieten können.“ Breitenreiter zollt dem Gegner Respekt, wenn er sagt: „ Der FC-Kader ist mit Bundesligaspielern gespickt, die alle über hohe Qualität verfügen. Wir müssen daher von Anfang an dagegenhalten und zielstrebig nach vorne agieren. So können wir für eine Sensation sorgen.“

Schwankende Kölner-Gefühlswelt

Viel wird in diesen Tagen geredet. Häufig wird auch „palavert“ wie man in Köln zu sagen pflegt. Hi
mmelhochjachzend und zu Tode betrübt wechseln sich häufig ab. Nach den beiden Unentschieden bei Dynamo Dresden und gegen Fortuna Düsseldorf ist die Kritik durch einige FC-Fans relativ laut geworden, dass wie letztjährig nicht ein erneuter Fehlstart auf die Rheinländer warten könnte. Nun nimmt FC-Vize-Präsident Toni Schumacher ausführlich Stellung zur derzeitigen Situation rund um den 1. FC Köln.

„Ich sehe den Start sogar positiv“

Gewohnt offen und ehrlich sagt er, was ihn stört: „Ganz klar das Gerede vom Fehlstart. Wir haben jetzt zwei Mal unentschieden gespielt – und schon fangen die Vergleiche mit der Vorsaison an. Unsinn! Für mich waren Dresden und Düsseldorf richtig harte Auftakt-Gegner. Ich sehe den Start sogar positiv.“ Zugleich nennt er jedoch auch Faktoren, die für Freude bei ihm persönlich gesorgt haben: „Vor allem die Ruhe seit Jörg Schmadtke da ist. Früher waren wir als Vorstand an allen Fronten unterwegs. Mit Schmaddi hat sich das geändert, und alles läuft strukturierter ab. So wie wir uns das vorgestellt haben.“

„Jedes Licht, was brennt, kostet uns Ansehen und Geld“

Immer wieder sorgen einige wenige so genannte FC-Fans für unnötigen Ärger, weil sie ihren eigenen Frust nicht im Griff haben. Gegenüber der „Bild-Zeitung“ macht Schumacher seinen Frust öffentlich, wenn er sagt: „Der Auftritt der Pyro-Chaoten in Trier! Ich verstehe einfach nicht, woher die Jungs immer wieder die Motivation nehmen, so etwas zu machen. Jedes Licht, was brennt, kostet uns Ansehen und Geld. Das geht gar nicht.“

„Wenn wir in Paderborn unser Spiel machen, werden wir garantiert dort unseren ersten Sieg einfahren“

Besonders die verbesserte Stimmung innerhalb der Mannschaft hat der Ex-Köln-Profi mit großem Wohlwollen registrieren können. Dazu berichtet er wie folgt: „Die Stimmung in der Mannschaft. Da wird geflachst. Die Jungs kommen früher zum Training raus, bleiben danach noch freiwillig länger auf dem Platz. Und der Auftritt von Maxi Thiel hat mir gut gefallen. Ein frecher und selbstbewusster Spieler. Ich halte einiges von ihm und glaube, dass wir noch viel Spaß an ihm haben werden.“ Hoffnungsfroh blickt er auf die morgige Begegnung beim SC Paderborn, wo er klar und deutlich von einem Auswärtssieg ausgeht: „Der Trainer sagt selbst, dass die Spieler noch nicht alles so umsetzen, wie er es sich vorstellt. Das braucht Zeit und das wird. Und wenn wir in Paderborn unser Spiel machen, dann werden wir da garantiert den ersten Sieg einfahren.“


Informationen
Quelle: Bild.de, ksta.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: 1. FC Köln, Sc Paderborn, Peter Stöger, Andre Breitenreiter, Brecko, Bigalke, McKenna, Chihi, Toni Schumacher
Datum: 09.08.2013 13:25 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-fc-vize-schumacher--„das-gerede-vom-fehlstart-nervt-mich“-6835.html
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