Gerüchte um Wettmanipulation bei einem Energie Cottbus-Spiel


Zuletzt ist die Fußballwelt durch einen neuen Fußball-Wettskandal erschüttert worden. Insgesamt rund 700 Fußballspiele wurden weltweit verschoben. Der jüngste Wettskandal bei dem Zweitligist FC Energie Cottbus involviert ist, ist jedoch nicht in direktem Zusammenhang dazu zu betrachten. Sportdirektor Christian Beeck weis sich gegen die aufkommenden Gerüchte zu wehren.

Aufgekommen sind die Spekulationen um das mögliche Verschieben der Bundesligapartie Bayern München gegen Energie Cottbus in Rumänien, wo mit Cornel Dinu der Manager von Dinamo Bukarest behauptet, dass das Bundesligaspiel am 21. September 2002 vom ehemaligen Energie Cottbus-Spieler Laurentiu Reghecampf manipuliert werden sollte. Gegenüber der Zeitung „Gazeta Sporturilor“ teilte er mit: „Einen Tag vor dem Spiel bekam Reghecampf 200.000 Euro von der serbischen Mafia, um das Spiel mit drei Toren Unterschied zu verlieren. Das Geld erhielten Reghe und zwei weitere Spieler. Die Partie endete jedoch 1:3. Die ‚Jungs‘ forderten das Geld sofort zurück. Ich habe für ihn extra in Belgrad angerufen und sie gebeten, noch einen Tag zu warten. Damit habe ich ihm das Leben gerettet.“
Der beschuldigte Spieler jedoch, der zurzeit als Trainer bei Steaua Bukarest tätig ist, versucht diese bösen Gerüchte ein wenig zu entkräften, wenn er von der "Bild" mit folgenden Worten zitiert: „Alles Quatsch. ich habe kein Geld bekommen. Dinu ist ein sehr alter Mann, der sehr viel Unsinn redet. Ich habe einen Anwalt eingeschaltet, wir werden Dinu anzeigen.“
Auch FCE-Sportdirektor Christian Beeck versucht sich gegen diese Gerüchte zu wehren. Beeck war bei der verdienten 1:3-Niederlage vor über zehn Jahren im Cottbuser-Trikot unterwegs und sagt heute dazu: „Uns hat keine Behörde Akten auf den Tisch gelegt. Bisher ist das ein großer Streit in Rumänien, bei dem die Beteiligten mit viel Schmutz werfen.“ Und zeigt si
ch im Gespräch mit der "Lausitzer Rundschau" ein wenig hilflos: „Deshalb kommen die Vorwürfe für uns überraschend. Wir können gegen diese Mutmaßungen nichts machen.“ Auch bedauere es Beeck außerordentlich, dass „leider auch automatisch an Energie Cottbus ein Geruch hängen bleiben wird. Daran können wir aber nichts ändern.“ Von möglichen Manipulationen hat er in seiner aktiven Profilaufbahn aber auch in diesem konkreten Spiel nicht allzu viel von gemerkt: „Da war gar nichts, null.“
Gutes Erinnerungsvermögen beweist Christian Beeck, auch weil er selbst auf dem Rasen gestanden hat. Gegenüber der "Lausitzer Rundschau" nennt er markante Situationen im Spielverlauf: „Ich habe damals Gelb gekriegt, weil ich Thorsten Fink gefoult habe. Und aus diesem Freistoß entstand auch noch das Gegentor zum 1:1 durch Alexander Zickler.“ Zuvor konnte überraschenderweise der klare Außenseiter aus Cottbus durch einen schönen Treffer von Energie-Neuzugang Paulo Rink in Führung im Münchener Olympiastadion gehen. Letztlich konnte sich der deutsche Rekordmeister jedoch durch Tore von Michael Ballack und Giovane Elber standesgemäß mit 3:1 gewinnen.
Der mittlerweile 37-jährige machte fußballerisch in Deutschland zwischen 2000 und 2009 Station, als er neben Cottbus auch für Alemannia Aachen und den 1. FC Kaiserslautern gespielt hat. Nach Karriereende schlug er in der Heimat Rumänien schnell den Weg als Trainer ein und trainiert seit Mai 2012 den ehemaligen Europapokalsieger Steaua Bukarest.


Informationen
Quelle: lr-online.de ; bild.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: FC Energie Cottbus; Beeck; Dinu; Reghecampf; Ballack; Elber; Alemannia Aachen
Datum: 08.02.2013 16:20 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-geruechte-um-wettmanipulation-bei-einem-energie-cottbus-spiel-4049.html
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