Glasners Unverständnis über Nicht-Nominierung


Auch das fußballerische Sommerloch ist dieses Jahr beim DSC Arminia Bielefeld sehr effizient mit Informationen gefüllt worden, denn die Thematik rund um Stürmer Sebastian Glasner hat den gesamten Verein massiv bewegen können. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der erfahrene Angreifer den Verein am besten schnellstmöglichst verlassen soll. Nun äußert sich der erfahrene Glasner im Gespräch mit dem „Westfalen-Blatt“ zu den aufkommenden Themen.

„Ich fühle mich topfit“

187 cm groß ist Glasner, der den kräftigen, wuchtigen Angreifer verkörpert. Körperlich scheint er tatsächlich auf einem sehr guten Stand zu sein. Dies wird alsbald deutlich. So macht er auch schnell deutlich: „Ich fühle mich topfit, habe fünf Kilo abgenommen.“ So schnörkellos seine Spielweise ist, so direkt und ehrlich spricht er auch über die suboptimale Situation beim ostwestfälischen Traditionsverein. Offen kritisiert er etwa: „Das gehört ja auch zu alledem, was ich einfach nicht verstehe. Dass ich jetzt deutlich mehr Leistung bringen kann als in der vergangenen Saison, aber keine Chance mehr bekomme.“

„Ich bin nicht sauer, ich bin einfach enttäuscht“

Glasners Arminia-Geschichte: Vergangenen Winter köderte der damalige Drittligist den Ersatzstürmer von Zweitligist Energie Cottbus mit der Aussicht auf eine wichtige Rolle in der Mannschaft und einem langfristigen Vertrag bis 2015. Arminia versprach sich von Glasner überdies einen potenziellen Klos-Ersatz, falls der damals umworbene Stammstürmer den Klub verlassen hätte. „Ich hatte nach den Gesprächen mit Stefan Krämer zu 100 Prozent das Gefühl, dass er mich unbedingt haben will. Um so weniger kann ich nachvollziehen, dass ich jetzt so fallengelassen werde. Ich bin deshalb nicht sauer, ich bin einfach enttäuscht.“

„Ich habe mich danach nicht mehr aufgedrängt“

Seine Premiere für den ostwestfälischen Traditionsverein war beeindruckend, denn er sprach die Sprache der Stürmer, denn schon in seinem ersten Match hat er einen Treffer markieren können. Selbstkritisch merkt er an: „Der Anfang war gut. Aber ich habe mich danach nicht mehr aufgedrängt. Meine Leistungen waren nicht so, dass man mich weiter hätte aufstellen müssen.“

Trotz Testspieltoren keine echte Bewährungschance

Der gebürtige Treuchtlinger hat in der Sommerpause enorm an seinen Defiziten im körperlichen Bereich gearbeitet. Erst in den Medien hat er vom fehlenden Interesse seines Vereins an einer Weiterverpflichtung erfahren. Glasner erklärt seine erste Erklärung dazu: „Als ich den ersten Bericht darüber gelesen habe
, habe ich sofort beim Trainer nachgefragt. Er hat mir aber gesagt, dass jeder die Chance bekommt, sich zu zeigen.“ Insgesamt war die Situation doch sehr merkwürdig. So hat der 28-jährige Stoßstürmer beste Eigenwerbung betreiben können, indem er in den Testspielen einige schöne Treffer markieren konnte. Trotzdem hat Trainer Krämer ihm jedoch deutlich gemacht, dass er keine Rolle mehr im sportlichen Konzept spielen soll.

Testspieltreffer gegen Austria Wien

Trotz dieser deutlichen Ansage seitens des Trainers durfte Glasner ins Trainingslager nach Österreich mitfahren. Gegen den österreichischen Meister Austria Wien konnte er beim 2:2-Unentschieden nach seiner Einwechslung sogar einen Treffer beisteuern. Die Tatsache, dass jedoch ein ähnlicher Stürmertyp mit Francky Sembolo verpflichtet werden konntein der Sommerpause verpflichtet werden konnte, sollte als ein klares Zeichen gewertet werden.

Glasner wünscht sich frühzeitige Offenheit

Kritik übt Glasner an der fehlenden Offenheit der sportlichen DSC-Führung. Geschäftsführer Marcus Uhlig und Sportchef Samir Arabi haben sich nach Meinung von Glasner diesbezüglich wenig geäußert. So wird er diesbezüglich im „Westfalen Blatt“ wie folgt zitiert: „Ich kann absolut nicht nachvollziehen, wieso der Verein mir nicht schon nach dem Aufstieg mitgeteilt hat, dass er mich nicht mehr braucht. Dann hätte ich die Gelegenheit gehabt, mir einen neuen Klub zu suchen. Aber wenn ich jetzt wechseln würde, hätte ich beim neuen Verein die komplette Vorbereitung verpasst.“

„Ich bin besser integriert denn je“

Der Vertrag des erfahrenen Offensivmanns ist noch bis zum 30. Juni 2016 datiert. Beim Aufstieg gab es die Verlängerung des Kontraktes. Für ihn scheint absolut klar zu sein: „Ich habe mich entschieden, das hier durchzuziehen. Ich laufe nicht weg. Auch nicht, wenn sie mich zu den Amateuren schicken.« Arminia habe ihm die Idee einer Ausleihe unterbreitet. Doch davon hält der Angreifer nichts. Er betont: »Ich werde mich weiter anbieten.“ Auch in der Mannschaft fühlt er sich absolut wohl, wenn er sagt: „Ich bin besser integriert denn je.“


Informationen
Quelle: westfalen-blatt.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: Arminia Bielefeld, Sebastian Glasner, Stefan Krämer
Datum: 30.07.2013 17:57 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-glasners-unverstaendnis-ueber-nicht-nominierung-6686.html
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