Kölns-Neuer Risse: „Es gab bisher noch keine Sekunde, wo ich diesen Schritt bereut habe“


Kölns-Neuer Risse: „Es gab bisher noch keine Sekunde, wo ich diesen Schritt bereut habe“
Bild: dfb.de
Der heutige Profifußball ist zweifelsfrei zumindest temporär geprägt von Söldnertum und Geldgier. Bei Marcel Risse sieht dies jedoch völlig anders aus, denn der 23-jährige Offensivspieler ist vom Bundesligisten FSV Mainz 05 zum Zweitligisten 1. FC Köln gewechselt. Für Risse ist dies zugleich eine Rückkehr in seine Heimat, denn er ist in der Domstadt geboren.

„Ich bin zu Hause“

Im Gespräch mit dem „Express“ macht er nun folgendes deutlich: „Bisher gab es noch keine Sekunde, in der ich diesen Schritt bereut hätte. Ich bin zu Hause. Meine Familie ist direkt um die Ecke. Ich bin bei dem Verein, wo ich am liebsten Fußball spielen wollte.“ Sportlich und finanziell war dieser Wechsel zum FC in die Domstadt definitiv ein Rückschritt. Dennoch fühlt sich der Blondschopf nun extrem wohl, denn er hat seine Freunde und Familie um sich herum und scheint auch leistungsmäßig nach der schweren Zeit in Mainz wieder richtig aufzublühen.

„Auf die Spiele in Köln habe ich mich immer besonders gefreut“

Das letzte Heimspiel war das erste rheinische Derby gegen Fortuna Düsseldorf seit gut 15 Jahren. Für Risse war dieser Einsteig genau der Richtige, wie er wie folgt begründen kann: „Direkt gegen Düsseldorf, das war schon unglaublich in dem Moment. Ich war ja schon öfter im Stadion, aber dieses Derby, auch mit der Anspannung in der ganzen Woche davor, war schon das emotionalste Spiel, das ich je erlebt habe, auch wenn es vielleicht nicht das beste war.“ Fast schon wehmütig erinnert er sich an seine Mainzer- und Nürnberger-Gastspiele beim 1. FC Köln zurück: „Auf die Spiele in Köln habe ich mich immer besonders gefreut – jetzt auf der richtigen Seite zu stehen, ist natürlich umso schöner.“ Über den möglichen Vor- respektive Nachteil dieser ganz besonderen Atmosphäre im RheinEnergieStadion weiß er nun zu berichten: „Ich hoffe, dass ich das in positive Energie umsetzen kann, a
ber ich kann es nach einem Heimspiel noch nicht beantworten – man versucht ja eigentlich jedes Spiel gleich anzugehen, auch auswärts. Die erste Halbzeit gegen Düsseldorf, da weiß ich selber, dass das nicht wirklich gut war, in der zweiten Halbzeit haben wir es dann besser gemacht.“

„Es hat auf jeden Fall gutgetan, mal ein Spiel zu gewinnen“

Nach den beiden Remis zum Saisonauftakt konnte das DFB-Pokalspiel bei Eintracht Trier mit 2:0 gewonnen werden. Dies hat ganz gewiss auch das Selbstvertrauen maßgeblich verbessern können, was Marcel Risse gegenüber dem „Express“ deutlich macht: „Es hat auf jeden Fall gutgetan, mal ein Spiel zu gewinnen, auch wenn es nicht um Punkte ging, sondern ums Weiterkommen. Jetzt wollen wir Samstag auch den ersten Dreier in der Liga holen.“

„Sandhausen und Paderborn sind zwei Aufgaben, die du lösen musst“

Zugleich weiß er jedoch auch, dass aus den nächsten beiden Partien gegen die Außenseiter aus Paderborn und Sandhausen möglichst die optimale Punkteausbeute erreicht werden wollte: „Wenn du oben mitspielen möchtest, sind das zwei Aufgaben, die du lösen musst – auch wenn es unangenehme Spiele werden.“ Wenn es zu einem Punktverlust in diesen beiden wichtigen Spielen kommen sollte, könnte der Punkteabstand auf die wichtigen Aufstiegsplätze noch weiter angewachsen sein. Das Potential besitzt die „Geißbockelf“ jedoch zweifelsfrei, dass die maximale Punkteausbeute aus den Spielen geholt werden kann. Marcel Risse wird dabei ganz gewiss eine ausgeprägte Komponente sein.


Informationen
Quelle: express.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: 1. FC Köln, Marcel Risse, 1. FC Nürnberg, FSV Mainz
Datum: 08.08.2013 18:32 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-koelns-neuer-risse--„es-gab-bisher-noch-keine-sekunde--wo-ich-diesen-schritt-bereut-habe“-6823.html
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