Konkurrenz bei Dresden


Der hochverdiente Sieg im Heimspiel gegen Greuther Fürth (3:1) hatte neben vielen Gewinnern auch seine Verlierer. Wie Kapitän Christian Fiel, der sich auf die Ersatzbank setzen musste. Stattdessen spielten David Solga (29) und Ioannis Papadopoulos (22). Jetzt bleibt die Frage, wer beim Ostderby bei Union Berlin den bitteren Gang auf die Bank gehen muss.

Spielführer Cristian Fiel schien schier unantastbar zu sein. Eine tolle Zweikampfführung kombiniert mit öffnenden Pässen, dazu tolle Standards und eine formidable Technik. Der 31-jährige Deutsch-Spanier brachte eine neue Qualität ins Spiel des sächsischen Traditionsvereins. Die Nicht-Berücksichtigung war von Trainer Ralf Loose eine mutige, letztlich aber richtige Entscheidung. Zu wenig konnte Fiel zuletzt dem Spiel seinen Stempel aufdrücken. Zudem drängten sich die Konkurrenten wie Solga oder Papadopoulos regelrecht auf. Nun steht Loose also auch vor dem Ostderby vor der schwierigen Entscheidung. Eine personelle Tendenz ist derzeit noch nicht abzusehen. Erst sollen die kommenden Trainingseinheiten abgewartet werden, bis die finale Entscheidung gefällt wird.
In der Winter-Vorbereitung konnte der Grieche vollauf überzeugen. Mit starker Präsenz und einer unglaublichen Physis konnte er seine Defizite in Technik und Torgefahr wettmachen. Auch die anfangs gezeigten Konditionsprobleme hat er jetzt aufgeholt, wie er zugibt: „Als ich im Sommer kam, hatte ich konditionellen Nachholbedarf. Aber jetzt bin ich topfit,“ erklärt der Youngster die Gründe für den rapiden Leistungsaufschwung. Auch die Umstellung an ein neues Land, eine neue Kultur und an einer neuen Sprache dauerte, wie er zugibt: „Nach dem ersten Wechsel ins Ausland brauchte ich auch seelisch eine gewisse Eingewöhnungszeit. Inzwischen fühle ich mich aber sehr wohl und im Team bin ich richtig gut integriert.“
Für „Papa“ verlief die Karriere wie in einer Achterbahn
. Seinen ersten Profivertrag erhielt er bereits mit 17 Jahren. Iraklis Thessaloniki hieß sein erster Arbeitgeber. Schon mit 20 Jahren wurde er zum ersten Mal in die Nationalmannschaft berufen. Die Fußballgene scheinen in der Familie zu liegen, denn Vater Daniil ist bis heute mit 419 Einsätzen der Rekordspieler in Thessaloniki. Jetzt ist sein Vater der größte Förderer und Forderer: „Er schaut sich jedes unserer Punktspiele im Internet an und ist mein größter Kritiker“; weiß der Linksfuß zu berichten, der hofft sich mit starken Leistungen in die Nationalmannschaft von Griechenland zurückzuspielen.
Während es beim aktuellen Kader prächtig läuft, gibt es mit einem ehemaligen Spieler von Dynamo Dresden große Probleme. So drückt Dresdens Aufstiegsheld Dani Schahin bei seinem Stammverein Greuther Fürth nur noch die Bank. Bei der 1:3 Pleite durfte er nur die letzten 15 Minuten gegen seinen alten Verein ran, zu dem er im Sommer wieder zurückkehren möchte. Schahin nimmt seine Degradierung gelassen: „Ich stecke jetzt eben in einem anderen Trikot und muss damit leben, dass ich beim Trainer nicht erste Wahl bin.“
Zumindest die Dynamo-Fans bereiteten dem Deutsch-Türken einen warmen Empfang. Auch bei seinen ehemaligen Mannschaftskameraden genießt er höchstes Ansehen. So sagte Ex-Kollege Florian Jungwirth: „Dani, die Punkte musst du zwar hier lassen. Aber im Sommer bist du ja eh wieder einer von uns. Schließlich gehörst du hier schon zum Inventar.“ Es deutet alles darauf hin, dass diesen Worten Taten folgen werden.


Informationen
Quelle: kicker.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: Dynamo Dresden; Solga; Papadopoulos
Datum: 09.02.2012 16:09 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-konkurrenz-bei-dresden-803.html
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