MSV Duisburg: Was passiert mit Goran Sukalo


Finanziell und sportlich hat der MSV Duisburg mit einem Kraftakt vor der Winterpause Schlimmeres noch verhindern können. Nun geht es darum, dass Leistungsträger verkauft werden müssen, um neue Einnahmequellen zu erschließen. Der Führungsspieler Goran Sukalo ist ein potentieller Kandidat, der nach eigener Aussage zwischen mehreren Angeboten wählen kann und den Verein schon im Sommer verlassen kann. Der Verein möchte den 31-jährigen, slowenischen Ex-Nationalspieler unter allen Umständen auch weiterhin bei den „Zebras“ halten.

Sukalo wird mit seinen mittlerweile 31 Jahren in gewissen Momenten geschont. Deshalb ist er auch beim Hallenturnier in der Essener Grugahalle nicht aufgetreten, da er sich für die wichtige Rückrunde ein wenig schonen wollte, wie er der „Rheinischen Post“ leicht ironisch anvertraut hat: „Meine Knochen sind nicht mehr die jüngsten.“ Und fügt den echten Grund seiner Absage hinzu: „Zu gefährlich.“

Deshalb hat er ausdrücklich darum gebeten, dass er den Derby-Cup nicht als aktiver Spieler auf dem Feld miterleben muss. Dennoch soll Zusammenhalt vorherrschen, da auch die nicht mitspielenden MSV-Kicker von der Tribüne für die moralische Unterstützung sorgen sollen. Winterpause heißt bekanntlich häufig auch Verhandlungszeit und so möchte Sukalo mit dem Vereinsmanagement schon in Kürze Gespräche über seinen Vertrag führen. Ob er auch über den Sommer 2013 ein Zebra bleibt, muss noch abgewartet werden. Er möchte sich alles anhören, da möglicherweise mit 31 Jahren noch ein letzter, guter Vertrag bei einem anderen Verein winken könnte. Deshalb äußert sich Sukalo auch sehr verhalten über seine persönliche Zukunft, wenn er gegenüber der „Rheinischen Post“ mitteilt: „Ich bin mit Ivica Grlic schon lange in Gesprächen und hoffe, dass in Kürze Klarheit über meine Situation herrscht.“

Auch wenn der 26-jährige, bulgarische Nationalspieler Valeri Domovchiyski beim Testkick beim KFC Uerdingen das vorentscheidende 2:0 erzielen konnte und auch seine Einsatzminuten beim Essener Derby-Cup in der Grugahalle vorzuweisen hatte, so macht MSV-Trainer Kosta Runjaic deutlich, dass er zukünftig auf den ehemaligen Kicker von Hertha BSC verzichten möchte. Leider ist jedoch für ihn noch kein neuer Arbeitgeber aufgefunden worden. Während Domovchyski offenbar noch weiterhin auf Vereinssuche weilt, stellt ein potentieller neuer Arbeitgeber für Goran Sukalo kein allzu großes Problem dar. Dennoch möchte er diese Tatsache nicht allzu sehr thematisieren: „Ich denke, es ist legitim, im Januar auch mit anderen Vereinen zu sprechen“, und er fügt hinzu, „Aber ich habe immer betont, dass der MSV mein erster Ansprechpartner ist.“

Runjaic hingegen hat sich klar festgelegt, dass er Sukalo unter allen Umständen gerne behalten würde. Nicht nur spielerisch und k
ämpferisch, sondern auch im Mannschaftsgefüge füllt der routinierte Profi einen besonders wichtigen Part beim MSV aus. Deshalb steht für Manager Ivo Grlic eine mögliche Verlängerung auch fest, wie er der „Rheinischen Post“ verraten hat: „Goran ist auch in dieser Saison ein Führungsspieler, klar versuchen wir das.“ Damit die Gespräche mit Sukalo auch tatsächlich erfolgreich zu Ende gebracht werden können, befindet sich Grlic bereits im Trainingslager in der Türkei, um zu verhandeln. Gegenüber der „Rheinischen Post“ hat er mitteilen lassen, „das wir uns annähern.“

Diese Vertragsverlängerung wird jedoch eine echte Aufgabe für Grlic darstellen, da vor allem die finanziellen Schwierigkeiten eklatant sind. Dies macht Grlic auch deutlich, wenn er sagt: „Vielleicht können wir in punkto Gehälter nicht mit anderen Vereinen konkurrieren, aber Goran weiß, was er am MSV hat. Er spielt in einem Team, in dem er Führungsspieler ist und vom Trainer wie auch den Fans ein hohes Ansehen und eine große Akzeptanz genießt.“ Grlic ist Realist und deshalb weiß er selbstverständlich, dass auch andere, finanziell deutlich potentere Vereine Interesse an Sukalo zeigen. Schon vor einem Jahr ist dies bekannt geworden. Nun sieht die Situation jedoch ein wenig anders aus, da dieser Kontrakt wahrscheinlich sein letzter großer Vertrag in seiner Karriere sein wird. Positiv zu vermerken ist sicherlich, dass Sukalo betont, dass er nicht zu sehr auf das Geld achten möchte. Und diese Worte lassen die „Zebra-Fans“ hoffnungsfroh werden: „Wir sind nicht weit voneinander entfernt.“ Gleichzeitig lobt er seinen Arbeitgeber außerordentlich: „Ich schließe nicht aus, dass ich in Duisburg bleibe. Der MSV hat mir viel gegeben und mir nach der Zeit in Augsburg eine Perspektive geboten. Meine Familie fühlt sich sehr wohl hier. Wichtig ist, gesund zu bleiben und weiter gut Fußball zu spielen.“

Klar ist, dass der MSV Duisburg alles Erdenkliche dafür tun wird. Auch die Verträge von anderen Leistungsträgern wie Branimir Bajic oder Daniel Brosinski laufen im Juni aus. Auch deshalb scheint es äußerst hilfreich zu sein, dass eine zeitige Zusage von Guran Sukalo eingehalten wird. Dies könnte als gutes Zeichen für andere „Wackelkandidaten“ gesehen werden.


Informationen
Quelle: www.rp-online.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: MSV Duisburg; Grlic; Runjaic; Sukalo; Domovchiyski; Bajic; Brosinski
Datum: 10.01.2013 19:24 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-msv-duisburg--was-passiert-mit-goran-sukalo-3559.html
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