Torsten Mattuschka liebt und lebt „Eisern Union“


Zweitligist 1. FC Union Berlin hat mit den Heimsiegen zuletzt gegen den 1. FC Köln und dem Aufstiegsaspiranten Energie Cottbus sich ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen können. Nun belegen die Köpenicker mit acht Zählern den 13. Tabellenplatz und haben drei Zähler Abstand auf den ersten direkten Abstiegsplatz, den derzeit noch Erzgebirge Aue belegt. Nun soll ein Auswärtssieg bei St. Pauli her.

Wahrscheinlich war die Gelegenheit für einen Auswärtssieg auf dem Hamburger Millerntor noch nie so günstig wie diesmal. Der FC St. Pauli steckt gewaltig in der Krise und der Druck wird für die Akteure enorm sein. Zuletzt ist Trainer Andre Schubert rausgeschmissen worden und wurde durch Michael Frontzeck ersetzt. Die Mannschaft wirkt ohne Selbstvertrauen und hat die letzten beiden Begegnungen gegen die Aufsteiger Aalen und Regensburg jeweils völlig verdient verloren. Nun kommen also die Hauptstädter, die dem Verein imagemäßig relativ nahe kommen. Seinen 32. Geburtstag durfte Unions Publikumsliebling Torsten Mattuschka am heutigen Donnerstag feiern. Grund genug, um im Gespräch mit der „Berliner Zeitung“ sich über die derzeitige Situation bei den „Eisernen“ zu äußern.
Obwohl der Spezialist für die ruhenden Bälle seinen Ehrentag hat, durfte der ehemalige Cottbus-Spieler keinen trainingsfreien Tag erleben, denn: „Wir fahren Donnerstag schon nach Hamburg. Am Freitag ist ja das Auswärtsspiel beim FC St. Pauli. Das Feiern mit Familie und Freunden werde ich also nachholen,“ so seine Erklärung.
Einen klaren Wunsch hat er auch schon deutlich geäußert: „Dass meine Familie und ich gesund bleiben. Gesundheit ist das Wichtigste im Leben, das höchste Gut und Glück. Und nur wenn ich fit bleibe, kann ich auch weiterhin Fußball spielen.“
Mit seinen mittlerweile 32 Jahren überlegt man sich so langsam, was möglicherweise nach der Karriere kommen könnte. Auch die Frage, wann dieses Karriereende denn datiert sein sollte, wird häufig thematisiert. Der sympathische Mattuschka hat sich ein klares Karriereziel gesteckt: „Mindestens drei Jahre. Vorausgesetzt, ich verletze mich nicht und ich kann den Trainer weiter überzeugen, dass ich mit meiner Leistung die Mannschaft unterstütze. Aber so was lässt sich ja nicht voraus planen.“
Ambitioniert ist der erfahrene Mittelfeldspieler, dem sogar ein eigenes Fanlied gewidmet worden ist. Ein paar Spiele durfte er als junger Akteur schon Bundesligaluft schnuppern. Dieses Gefühl hat er nicht vergessen und hat einen Wunsch, den er der „Berliner Zeitung“ verraten hat: „Der Aufstieg in die 1. Bundesliga ist für mich schon ein Ziel. Aber im Moment leider noch Zukunft
smusik. Aktuell gilt: In dieser Saison 40 Punkte sammeln und dann gucken, wie es weiter geht.“
Auch macht sich der clevere Mattuschka schon einmal Gedanken um seine Perspektive nach seiner aktiven Fußballerkarriere. Auch dazu hat er eine Meinung: „Ich würde am liebsten dem Fußball treu bleiben. Eine Laufbahn als Profi-Trainer kann ich mir aber nur schwer vorstellen. Dazu bin ich wohl zu lieb. Aber Jugendtrainer – das wäre eine Option, am liebsten bei Union! Aber so ernsthaft habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht.“
Den Grund, warum er auch zukünftig ein Unioner bleiben möchte, liefert er selbstverständlich auch: „Ich spiele für den Verein seit 2005, habe alles mitgemacht und durchlaufen, von der Oberliga bis zur 2. Bundesliga. Das verbindet einfach. Außerdem hat Union tolle Fans. Welcher Verein hat schon sein Stadion mit Hilfe seiner Fans weiter ausgebaut? Jeder grüßt hier jeden, von der Wäschefrau bis zum Präsidenten. Wir sind einfach eine große Familie. Das ist im Profi-Fußball etwas ganz besonderes.“
Identifikation ist ein Punkt, der im rauen Alltag des Profifußballs häufig leider zu kurz kommt. Stattdessen dominiert das Söldnertum. Mattuschka ist das Gegenbeispiel für die immer mehr aufkommende Entwicklung, die zu Denken geben sollte. Deshalb räumt er auch freimütig ein, dass es dem „treuen Torsten“ sehr schwer fallen würde, wenn er den Verein wechseln müsste: „So schnell bekommt mich keiner von hier weg. Aber wenn ein Angebot kommen würde, das man nicht ausschlagen kann, dann vielleicht doch. Das gab’s aber noch nicht. Aber wie gesagt: Ich würde gerne weiter bei Union bleiben und hier auch meine Karriere beenden.“
Den Vollprofi zeichnet es auch aus, dass er sich auch intensiv mit den kommenden Gegnern beschäftigt. Wie auch in diesem Fall, wo er eine fundierte Einschätzung zum Kontrahenten im Freitagabendspiel vornimmt: „St. Pauli ist wie Union – mit total verrückten Fans. Das macht das Spiel für uns schwierig, zumal wir bisher noch kein Auswärtsspiel gewonnen haben. Aber wir haben in den letzten Spielen sieben Punkte geholt und Selbstbewusstsein getankt. Am besten wäre es, früh in Führung zu gehen und dann abwartend und auf Konter zu spielen.“


Informationen
Quelle: bz-berlin.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: 1. FC Union Berlin; Mattuschka; FC St. Pauli
Datum: 04.10.2012 15:27 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-torsten-mattuschka-liebt-und-lebt-„eisern-union“-2390.html
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