TSV 1860 München vergibt kurz vor Schluss den Sieg in Darmstadt


TSV 1860 München vergibt kurz vor Schluss den Sieg in Darmstadt
Der TSV 1860 München wird aller Voraussicht nach auch bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga zittern müssen. Beim Aufstiegskandidaten SV Darmstadt 98 kamen die „Löwen“ nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Grundsätzlich ein absolut respektables Ergebnis. Wenn man sich jedoch die Tabellensituation etwas genauer betrachtet, fällt allzu schnell auf, dass den Kickern des umstrittenen Markus von Ahlen eigentlich nur noch dreifache Punktgewinne weiterhelfen können. Bitter, dass die Sechziger den Ausgleichstreffer erst sieben Minuten vor dem Schlusspfiff kassiert haben. Leon Balogun traf für die „Lilien.“ Zuvor konnte Neuzugang Bandowski nach Vorlage von Vallori den TSV 1860 München vor 15.600 Zuschauern im Stadion am Böllenfalltor in Führung bringen. In der 32. Spielminute verpassten die Gäste eine Vorentscheidung, als Sturmführer Rubin Okotie einen Foulelfmeter äußerst schwach vergeben hat. Mit 18 Punkten stehen die „Blauen“ damit auf Relegationsplatz 16 und könnten bei einem Heimsieg des FC St. Pauli über die Spielvereinigung Greuther Fürth sogar noch auf einen direkten Abstiegsrang abrutschen. Die Reaktionen zur Begegnung gibt es hier.

SV Darmstadt 98

Dirk Schuster:
Wir wussten, dass uns eine Mannschaft erwartet, die mit allen Mitteln versucht, sich gegen die Verlustpunkte zu stemmen. Das hat 1860 München sehr gut gemacht. Die Gäste standen sehr kompakt, haben strukturiert verteidigt und auf unsere Fehler gelauert. Wir haben dagegen zunächst keine Möglichkeiten gefunden, mit Chancenarmut ging es in die Pause. Wir wollten das für uns glückliche 0:1 mit spielerischen Mitteln korrigieren. Wir haben dann noch das Tor gemacht, müssen aber letztlich von einem glücklichen Punkt sprechen.

Hanno Behrens:
Das war heute ein sehr schweres Spiel. 1860 war gut vorbereitet auf uns und stand defensiv sehr massiv. Das Gegentor war sehr unnötig, aber am Ende geht der Punktgewinn in Ordnung. Wir werden jetzt daran arbeiten, offensiv wieder bessere Lösungen zu finden und einfach ruhig weitermachen.

Marcel Heller:
Ich glaube, alle haben ein zerfahrenes Spiel gesehen, in das wir schwer reingefunden haben. Es waren viele zufällige Aktionen dabei, Spielfluss ist heute schwer herzustellen gewesen. München war richtig gut eingestellt und stand extrem kompakt. Wir nehmen den Punkt gerne mit.

Leon Balogun:
(auf die Frage, wie er sein Tor gesehen hat) Ich habe im Getümmel mit links abgezogen und der Ball war drin, ganz einfach (lacht). Aber insgesamt war der Nachmittag mühsam: Wir lassen eine richtige Chance zu und kassieren gleich das Tor, danach stand der Gegner hinten drin. Mit der Kompaktheit kamen wir nicht gut klar, außerdem haben wir zu viele Konter zugelassen. Sechzig hat uns heute ein bisschen mit unseren Mitteln versucht zu schlagen. Das haben wir so erwartet, und einem Rückstand hinterherlaufen ist immer schwer. Aber wir kamen zurück, sind nun seit zwölf Spielen ungeschlagen - das zeigt, was für ein toller Geist in der Mannschaft steckt!

Jan Rosenthal:
Das war sicher kein schönes Spiel. Der Gegner hat äußerst defensiv agiert, dagegen war es schwer, anzukämpfen. Das Team hat aber stark gefightet und sich den Punkt verdient. Spielerisch ist sicher noch Luft nach oben, aber wir sind als
Mannschaft schwer zu bezwingen.

TSV 1860 München

Markus von Ahlen: „Es war das erwartet intensive Spiel. Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen, das sie so leidenschaftlich und diszipliniert verteidigt hat, aber auch den Weg nach vorne gesucht hat. Wäre uns das 2:0 gelungen, da bin ich mir sicher, hätten wir den Platz als Sieger verlassen. So war alles offen. Bis zum Gegentor in der 83. Minute haben wir aber nichts zugelassen. Bei all‘ der Enttäuschung über das Unentschieden überwiegt bei mir letztlich der Stolz, wie die Mannschaft die Vorgaben umgesetzt hat. Es zeigt unser intaktes Verhältnis. Er (Okotie) übernimmt die Verantwortung. Wir sind ein Team, so etwas kann immer mal passieren. Gegen Heidenheim hat er den Strafstoß souverän verwandelt."

Jannik Bandowski: „Bitter, dass wir nur einen Punkt mitnehmen, wenn man 83 Minuten so wenig zulässt und leidenschaftlich kämpft. Das war natürlich ein schöner Einstand. Ehrlich gesagt hätte ich aber lieber drei Punkte mitgenommen, als ein Tor zu erzielen. Wir wollten unbedingt beim Tabellenvierten gewinnen.“

Moritz Volz: „Wir haben kaum etwas zugelassen, fantastisch verteidigt. Jannik hat zum richtigen Zeitpunkt das Tor gemacht. Das gab uns Rückenwind. Danach haben wir uns mehr Chancen erarbeitet. Auf dem Platz sind wir eine Mannschaft. Rubin hat schon einige Tore für uns gemacht und wird sicher noch viele machen. Da bin ich mir absolut sicher.Wir müssen weiter eklig sein, den Kampf noch mehr annehmen. Das sieht nicht immer schön aus, aber letztlich geht es nur um die Punkte."

Christopher Schindler: „Wir brauchen Punkte. Einer war heute zu wenig für das, was wir investiert haben. Aber das ist der richtige Weg, sich so leidenschaftlich reinzuhauen, wie wir das getan haben."

Gerhard Poschner: „Die Mannschaft hat gefightet. Gegen Darmstadt zu spielen ist unheimlich schwer. Das war Kick and Rush, aber wir haben immer wieder versucht, Nadelstiche zu setzen. Mehr geht hier einfach nicht. Natürlich sind alle enttäuscht, dass wir keine drei Punkte mitnehmen konnten."


Informationen
Quelle: sv98.de, "tsv1860.de"
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: SV Darmstadt 98, TSV 1860 München, von Ahlen, Dirk Schuster, 2. Bundesliga,Jan Rosenthal, Leon Balogun, Marcel Heller, Christopher Schindler, Moritz Volz, Gerhard Poschner
Datum: 16.02.2015 10:45 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-tsv-1860-muenchen-vergibt-kurz-vor-schluss-den-sieg-in-darmstadt-18684.html
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