Darmstadt gewinnt Duell im Aufstiegskampf mit 3:2


Darmstadt gewinnt Duell im Aufstiegskampf mit 3:2
Der SV Darmstadt 98 hat sich im Aufstiegsrennen zurückgemeldet. Vor 16.150 Fans im ausverkauften Böllenfalltor-Stadion gewann der Aufsteiger das Südwest-Derby gegen den Aufstiegskonkurrenten 1. FC Kaiserslautern mit 3:2. Einen frühen Rückstand von Kerem Demirbay aus der 13. Spielminute bogen die „Lilien“ in einen 3.1-Vorsprung nach Treffern von Bregerie nach einem umstrittenen Foulelfmeter aus der 19. Spielminute, König drei Minuten später und Behrens fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff. Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff sorgte FCK-Kunstschütze Kevin Stöger für das 2:3, wodurch sich eine spannende Schlussphase ergab. Darmstadt steht mit 53 Zählern auf Relegationsplatz drei. Lautern rangiert mit einem Zähler mehr auf dem direkten Aufstiegsplatz zwei. Die Reaktionen zum Spiel haben wir für euch gesammelt.

1. FC Kaiserslautern

Kosta Runjaic (Cheftrainer 1. FCK):
Glückwunsch an die Lilien. Es war ein sehr leidenschaftliches und intensives Spiel mit zwei verschiedenen Halbzeiten. In der ersten Halbzeit war Darmstadt etwas giftiger und bissiger. Nach dem Ausgleich war das Stadion dann ein richtiger Hexenkessel, es war richtig Feuer drin. Wir haben uns zu viel mit der Elfmeterszene beschäftigt und Darmstadt hat das dann ausgenutzt. Wenn man mit einem 1:3 in die Halbzeit geht, dann kann man der Mannschaft nicht viel sagen. Wir wollten nochmal zurückkommen und die zweite Halbzeit ging dann auch an uns. Der Anschlusstreffer kam jedoch zu spät und so ging Darmstadt als Sieger vom Platz. Darmstadt hat mit dem Sieg die Liga noch spannender gemacht.

Kerem Demirbay
Wir wussten, wie Darmstadt gegen uns Fußball spielen wird. Wir wussten schon vor dem Spiel, dass es für uns schwer werden würde, dass sie hauptsächlich mit langen Bällen agieren würden und dann versuchen, die zweiten Bälle zu gewinnen. Das haben sie dann ja auch gemacht und sich belohnt und nach dem fragwürdigen Ausgleich noch zwei weitere Tore erzielt. Dann ist es hier natürlich schwierig, nach einem 1:3-Rückstand wieder zurückzukommen. Wir haben noch drei Spiele, die werden nicht einfach werden, aber wir sind noch einen Punkt vor Darmstadt und die müssen auch erstmal zusehen, wie sie uns noch einholen können.

Marius Müller
Zur Elfmetersituation kann ich nicht viel sagen, und ich kann mir den Pfiff auch nicht erklären. Ich gehe raus und es ist sau eng, aber ich blocke nur den Ball, da ist kein Stollen und kein Fuß im Spiel. Ich spiele den Ball mit der Wade. Als dann der Pfiff kam, habe ich die Welt nicht mehr verstanden. Natürlich haben wir nicht unser bestes Spiel gemacht, aber die Art und Weise, wie die Niederlage zustande kam, ist für uns sehr bitter. Darmstadt hat es dann aber auch gut gemacht, sie haben ihr Spiel durchgezogen, viel mit langen Bällen agiert und auf Konter gesetzt. Das ist für sie dann aufgegangen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass es nächste Woche wieder anders aussieht und wir das Spiel gewinnen.

SV Darmstadt 98

Dirk Schuster:
Wir sind froh und glücklich, dass wir die drei Punkte hierbehalten konnten. Das Spiel ging mit der direkt verwandelten Ecke und dem Kopfball von Ronny König, der knapp vorbei ging, nicht glücklich los. Danach haben wir uns berappelt, viel investiert und
viele Zweikämpfe bestritten. Wir wussten, dass Kaiserslautern die bessere Spielkultur hat und wir mit viel Kampf dagegenhalten müssen. Das haben wir mit Bravour gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir etwas dem Tempo der ersten Hälfte Tribut gezollt, trotzdem wenig aus dem Spiel zugelassen. Mit dem Anschlusstreffer haben wir uns noch einmal unruhige Minuten beschert.
 
Romain Brégerie:
Die Mannschaft hat heute alles rausgehauen, das war großartig. Wenn uns das gelingt, sind wir sehr schwer zu spielen und noch schwerer zu besiegen.

Leon Balogun:
Wir haben heute ein sehr enges Spiel gesehen. Am Ende haben wir es eigentlich selbst spannend gemacht. Aber es ging alles gut, damit bin ich mehr als zufrieden.

Christian Mathenia:
Das Team hat heute großen Aufwand betrieben. Ich denke, manche sind heute über 100 Prozent gegangen und liegen jetzt womöglich in der Kabine auf dem Boden (grinst). Ich denke, heute hatten wir auch das nötige Glück: Beim ersten Gegentor war es ein Missverständnis zwischen Ronny und mir und das zweite geht klar auf meine Kappe. Gott sei Dank ging es gut, deshalb können wir das ganze abhaken.

Aytac Sulu:
Geiles Spiel, geiles Gefühl. Alle haben heute einen großen Kampf abgeliefert ­- das Team und unsere sensationellen Fans. Alle standen hinter uns, das hat jeder gespürt. Am Ende haben wir noch reichlich Nervenkitzel geboten - vielleicht mehr, als sein musste. Wir wollten auch unbedingt gewinnen, das Ergebnis gibt uns jetzt noch mehr Selbstvertrauen.

Marco Sailer:
Wir sind optimal gestartet, gleich von Anfang an draufgegangen. Dann kam der Nackenschlag, aber den haben wir auch großartig weggesteckt. Und der Rest der Halbzeit war wie ein Rausch. Wir haben eine sehr gute Ausgangsposition gehabt für die zweite Halbzeit und haben versucht, einfach weiter zu machen. Nach den etwas unglücklichen Wochen hat der Sieg heute gutgetan. Endlich wurden wir wieder belohnt.

Marcel Heller:
Der Elfmeter kam sicherlich zum richtigen Zeitpunkt für uns. Ich habe versucht, mit Tempo in den Strafraum zu gehen, dann trifft der Keeper mich, den Ball wohl auch. Ich habe die Szene bislang noch nicht erneut gesehen - aber es war vielleicht eine 50:50-Entscheidung. Sowas wurde schon einige Male gegen uns entschieden, jetzt hatten wir das bessere Ende für uns. Alle sind unglaublich froh über die drei Punkte. Mit der Leistung heute war das auch absolut verdient.


Informationen
Quelle: fck.de, "sv98.de"
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: Sv Darmstadt 98, 1.FC Kaiserslautern, Dirk Schuster, Kosta Runjaic
Datum: 03.05.2015 10:30 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-darmstadt-gewinnt-duell-im-aufstiegskampf-mit-3-2-20261.html
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