Dresdens-Klassenerhalt kostet Arminia Bielefeld 100.000 Euro


Die Hoffnung von Arminia Bielefeld war sicherlich nicht gerade gering, dass sich der Nachbar VfL Osnabrück in den beiden Relegationsspielen gegen Dynamo Dresden durchsetzt. Immerhin wären zwei volle, stimmungsvolle Stadien gegen die Südniedersachsen garantiert gewesen. Gegner Dresden sorgt auch für höhere Sicherheitskosten als der Rivale aus Osnabrück. Zudem kommt hinzu, dass der DSC bei einem Osnabrücker-Aufstieg „über 100.000 Euro mehr TV-Geld kassiert“ hätten, wie Geschäftsführer Marcus Uhlig dem „Westfalen-Blatt“ verraten hat.

Der berühmt-berüchtigte Verteilerschlüssel
Grund dafür ist der berühmt-berüchtigte Verteilerschlüssel. Daran liegt das Abschneiden sämtlicher Zweitliga-Vereine in den vergangenen vier Spielzeiten zugrunde. Jede Platzierung garantiert Punkte. So erhält etwa der Tabellenerste 18 Zähler, während der Letzte nur einen Punkt erhält. Je nach Spielzeit wird der Punktestand des jeweiligen Vereins mit eins bis vier multipliziert. Die Abschlussplatzierung der folgenden Spielzeit ist das wichtigste Kriterium.

Arminia durch Duisburgs-Abstieg mit mehr TV-Geld
Wenn Dresden tatsächlich abgestiegen wäre, könnte Arminia in der TV-Geld-Tabelle einen Platz nach vorne rücken. Dieser finanziell so wichtige Platz könnte durch den DSC jedoch auch belegt werden, wenn der SV Sandhausen in der Zweitklassigkeit bleiben würde, was seit gestern endgültig feststeht. Bielefeld würde statt wie bisher 4,385 Millionen Euro dann 4,502 Millionen aus dem TV-Topf.

Arminia mit kaufmännischen Geschick
Das sind Gelder, auf die die Arminia wirklich fast schon angewiesen scheint. Das Vermächtnis der Kentsch-Ägide wirkt schwer. Nur mit größter Akribie und kaufmännischen Talents konnte Bielefeld eine finanziell vernünftige Basis aufstellen, die jedoch auch weiterhin keine großen Sprünge erlauben wird, wie auch Sportchef Samir Arabi gegenüber dem „Westfalen-Blatt“ deutlich macht: „Ablöse werden wir mit sehr hoher Wahrsch
einlichkeit auch weiterhin nicht zahlen können.“

Deniz Yilmaz scheint offenbar kein Kandidat zu sein
Aus diesem Grund scheint auch Deniz Yilmaz überhaupt kein Thema darzustellen. Der 24-jährige Deutsch-Türke ist in der abgelaufenen Spielzeit vom FSV Mainz 05 an den SC Paderborn 07 ausgeliehen worden. Der ebenfalls mögliche Wechsel von Marcus Piossek in die Schüco-Arena ist jedenfalls geplatzt. Er wechselt lieber vom VfL Osnabrück zum SC Preußen Münster.

Rahn und Hornig noch nicht im Trainingsbetrieb
Nun ist auch publik geworden, dass Johannes Rahn unbedingt operiert werden muss. Damit wird der 27-jährige Mittelfeldspieler dem DSC Arminia für die nächsten Wochen erst einmal fehlen. Trainer Stefan Krämer hat seine Hoffnung in Worten ausgedrückt, dass Rahn schon in vier bis sechs Wochen mit der vollen Belastbarkeit in das Mannschaftstraining wieder einsteigen kann. Dies ist in einer Mitteilung des Vereins zu lesen gewesen. Bei Rahn ist ein kleiner Leistenbruch diagnostiziert worden. Diese Folgeverletzung aus der abgelaufenen Spielzeit ist nun wieder aufgebrochen, wodurch eine Operation wirklich unumgänglich geworden ist. Auch der 30-jährige Defensivspieler Manuel Hornig hat das Mannschaftstraining nicht bestreiten können. Der routinierte Blondschopf hat sich im Endstadium der abgelaufenen Aufstiegssaison einen Muskelfaserrisses zugezogen. Die Folgeverletzung muss er nun vernünftig auskurieren.


Informationen
Quelle: westfalen-blatt.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: DSC Arminia Bielefeld; Uhlig; Rahn; Dynamo Dresden; MSV Duisburg
Datum: 20.06.2013 15:45 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-dresdens-klassenerhalt-kostet-arminia-bielefeld-100-000-euro-5989.html
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Kommentar von Kai (21.06.2013 13:10 Uhr)
Und in China ist ein Sack Reis umgekippt...


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