FC St. Pauli-Boss will neue Wege gehen


FC St. Pauli-Boss will neue Wege gehen
Viele Fußball-Anhänger mussten ehrlich sein. Ehrlich, dass auch der Faktor Glück eine ganz wesentliche Rolle für den FC St. Pauli in der abgelaufenen Spielzeit gewesen ist. Nur mit viel Glück nämlich wurde sich der Klassenerhalt im deutschen Fußball-Unterhaus gesichert. Vor allem der Schwäche der Konkurrenz war es zu verdanken, dass nicht der Abgang in die 3. Liga verkraftet werden musste. Nun hat sich Pauli-Boss Oke Göttlich mit klaren Worten an die Öffentlichkeit gewendet.

„Wir sind Dienstleister am Verein“

So weiß er gegenüber der „Bild-Zeitung“ mitzuteilen: „Unser Vorsatz im November war: Wir wollen progressiv arbeiten. Der FC St. Pauli funktioniert nicht mit Buddytum und Filz. Wenn man in der 1. oder 2. Liga Fußball spielen will, kommt es auf professionelle Details wie Ernährung, vernünftiges Scouting, Videoarbeit etc. an. Mit der Astra-Flasche in der Hand aufzusteigen, wird immer schwieriger.“ Leider war es beim Kiezklub Usus, dass einzelne Personen stets ganz besonders im Fokus der Öffentlichkeit gestanden haben. Für den ehemaligen Journalisten soll dies in den Hintergrund rücken, denn: „Wir sind Dienstleister am Verein. Weniger Selbstherrlichkeit tut uns gut. Der Verein hat sehr lange versucht, den Erfolg einzelnen Personen zuzuschreiben.“ Er führt konkreter aus: „Wir wollen keine Lichtgestalten beim FC St. Pauli. Wir arbeiten alle für den Verein. Lange Zeit waren die Entscheidungen sehr bauchgesteuert. Wir bemühen uns Bauch, Herz und Kopf in Entscheidungen miteinbeziehen. Dafür steht das gesamte sportliche Leitungsteam, das Präsidium und die neue kaufmännische Geschäftsführung.“

Göttlich begründet ungewöhnliche Personalentscheidungen

Auch deshalb werden nun Entsch
eidungen getroffen, die sicherlich nicht immer nach der Gunst des Publikums sind, wie zuletzt die Trennungen der Fanlieblinge Sebastian Schachten und Markus Thorandt. Göttlich versucht einen Grund dafür zu nennen: „Was für viele vielleicht neu ist: Wir können nicht der Verein sein, der Leute, ohne ihnen eine ehrliche Perspektive aufzuzeigen, weiter beschäftigt, weil es populär wäre. Finanzielle, sportliche, charakterliche Aspekte spielen bei jeder Entscheidung eine Rolle und müssen alle passen. In den letzten Jahren sind vielleicht einige harte Entscheidungen nicht getroffen worden.“ Ende des letzten Jahres sorgte eine Personalentscheidung für reichlich Aufsehen, denn Sportchef Rachid Azzouzi musste nach einigen unglücklichen Personalentscheidungen vorzeitig gehen. Der damalige Coach Thomas Meggle hat diese Nachfolge übernommen, während Trainerfuchs Ewald Lienen neuer Coach wurde und mit der Mannschaft den Klassenerhalt geschafft hat. Göttlich zeigt sich sehr zufrieden über diese mutige Entscheidung: „Thomas Meggle zum Sportchef zu machen, bereuen wir in keinster Weise. Gemeinsam mit Ewald Lienen sehen wir St. Paulis Werte und die fachliche Qualifikation gegeben, um den Stadtteil und unsere Fans mit der Mannschaft zu verschweißen.“


Informationen
Quelle: bild.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: Oke Göttlich, FC St. Pauli, 2. Bundesliga
Datum: 11.07.2015 12:46 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-fc-st--pauli-boss-will-neue-wege-gehen-21393.html
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