FC St. Pauli entführt die Punkte aus Kaiserslautern


FC St. Pauli entführt die Punkte aus Kaiserslautern
Der FC St. Pauli hat die Überraschung schaffen können und beim 1. FC Kaiserslautern mit 2:0 gewonnen. Etwas mehr als 45.000 Zuschauer waren auf dem Lauterer Betzenberg Zeuge, wie der Abstiegskandidat mit zwei Treffern kurz nach der Halbzeitpause diesen wichtigen Sieg einfuhr. Nach 47 Minuten den starken Auftritt der Lienen-Schützlinge belohnen. Wenig später verwandelte Halstenberg einen Elfmeter souverän zum 2:0-Endstand gegen absolut enttäuschende Pfälzer, die vom direkten Aufstiegsrang nun stürzen werden nach diesem Spieltag. Mit 34 Zählern stehen die Kiezkicker auf einem Nichtabstiegsrang. Hier sind die Stimmen zur Partie.

FC St. Pauli

Ewald Lienen, Trainer FC St. Pauli: „Das Spiel war extrem eng. Und gerade durch die Siege der Konkurrenz am Freitag enstand eine riesige Drucksituation. Es war klar, dass wir uns auf keine offene Feld-Schlacht einlassen würden. Daher war unsere Marschroute: defensiv und gemeinschaftlich auftreten und so wenig wie möglich zulassen. In der ersten Hälfte ist uns das weniger gut gelungen. Da hätten wir uns auch über einen Rückstand nicht beklagen können. Das haben wir nach dem Seitenwechsel aber korrigiert und durch gute Bälle in die Spitze auch Nadelstiche setzen können. Mit einer Führung im Rücken spielt es sich selbstbewusster und obwohl der FCK mehr Druck gemacht, konnten wir sogar das 2:0 erzielen. Das war natürlich wie gemalt. Danach haben wir wieder alles reingeworfen. Robin Himmelmann hat sehr gut gehalten. Da passte alles zusammen. Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg nicht ganz unverdient. Für uns war es in jedem Fall ein überlebenswichtiger Sieg in dieser Situation.“

Lasse Sobiech: „ Der FCK hatte in der ersten Hälfte mehr Spielanteile und auch die ein oder andere Torchance. Bis zum 1:0 für uns hätte es auch anders stehen können. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass wir gut gestanden haben. Das hat sich dann nach dem Führungstreffer auch gezeigt.“

Christopher Buchtmann: „Großes Kompliment an die ganze Mannschaft. Wir haben alles reingehauen. Nach der etwas schwächeren ersten Hälfte sind wir deutlich besser und aggressiver aus der Kabine gekommen. Das Spiel hat wiederholt gezeigt, dass wir verstanden haben, wie wir die Klasse halten können.“

Julian Koch: „ Wie es sich anfühlt am Betze zu gewinnen? Geil! Im Endeffekt war der Sieg aber auch verdient. Wir sind in jeden Zweikampf und haben uns überall reingehauen. Mit einem 1:0 im Rücken spielt es sich selbstverständlich auch besser. Jetzt gilt es aber, gegen den VfL Bochum nachzulegen und diesen Erfolg zu vergolden."

Marcel Halstenberg: „Ich bin den Strafstoß selbstbewusst angegangen. Da ich die Dinger auch im Training oft übe, wusste ich auch wo ich den Ball platziere. Dass dann 40.000 gegen einen pfeifen war kein Problem. Ehrlich gesagt war es ein gutes Gefühl. Der Sieg gegen Leipzig und die Partie heute haben gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.“

Sebastian Schachten: „Die ersten 20 Minuten wollten wir hier ohne Gegentor überstehen. Das haben wir mit etwas Glück geschafft. Das war wie schon letzte Woche ein Riesenkampf von uns. Am Ende waren vier oder fünf Jungs kurz vor Krämpfen. Jetzt haben wir zweimal die Chance, den Deckel auf diese Saison zu machen.“

Daniel Buballa: „Wichtig war, dass die Null steht. Dann nimmt m
an immer mindestens einen Punkt mit. Wir haben heute alles gegeben. Unser Ziel war es, Platz 15 zu verteidigen. Das ist uns gelungen. Die Situation ist doch klar: Wenn wir die restlichen zwei Spiele gewinnen, kann uns nichts mehr passieren.“

Philipp Ziereis: „Natürlich war ich vor dem Anpfiff etwas angespannt. Das ist doch ganz normal. Das war aber nach der ersten gelungen Situation vorbei. Die defensive Stabilität stand zunächst im Vordergrund. Wir wussten: Je länger die Null steht, umso nervöser wird Kaiserslautern.“
Robin Himmelmann: „Auf dem Betzenberg habe ich persönlich jetzt eine ganz gute Bilanz. Zwei Spiele, zwei Siege. Es ist doch klar, dass man hier erstmal dem Druck standhalten muss. Das ist uns gelungen. In der zweiten Halbzeit haben wir alles reingehauen. Aber auch nach diesem Sieg sind wir nicht durch. Das war vorher schon klar. Die Reise geht bis zum letzten Spieltag weiter. Jetzt zählt aber erstmal Bochum.“

1. FC Kaiserslautern

Kosta Runjaic, Trainer 1. FC Kaiserslautern: „Die Jungs sind jung und dürfen Fehler machen. Wir haben es versäumt in der ersten Hälfte zumindest einen Treffer zu erzielen. Zwar hatte St. Pauli viel Glück beim Tor, aber natürlich hat Kalla in der Situation auch schneller geschaltet als wir. Es ist sehr enttäuschend, aber wenn wir den Anschlusstreffer nicht machen, können wir das Ding natürlich auch nicht drehen.“

Dominique Heintz
In der ersten Halbzeit hatten wir fünf, sechs gute Chancen, in denen wir ein Tor hätten erzielen können, was wir aber heute leider nicht geschafft haben. Dann wurden wir mit einem unglücklichen Gegentor bestraft. Wenn wir vorher ein, zwei Tore gemacht hätten, wäre das Spiel ganz anders verlaufen. So hat es St. Pauli natürlich in die Karten gespielt. Zum Elfmeter kann ich nicht viel sagen, ich habe die Situation noch nicht gesehen. Ich wusste, dass er nochmal einen Haken macht und bleibe daher einfach nur stehen. Er macht das dann geschickt. Klar, ich habe die Hand am Körper, kann mich aber auch nicht wegzaubern. Ich denke man kann ihn geben, muss aber nicht unbedingt.

Markus Karl
Das war heute sehr unglücklich. St. Pauli schießt vielleicht zweimal aufs Tor in den 90 Minuten und macht zwei Tore. Wir dagegen haben sieben, acht einhundertprozentige Torchancen, aus denen wir einfach ein Tor machen müssen. Dann sieht es ganz anders aus, dann hätte St. Pauli nicht nur hinten drin stehen können. In den zwei Situationen, in denen wir nach der Pause, zwei dumme Gegentore kassiert haben, hätten wir als Mannschaft konzentrierter verteidigen müssen. Insgesamt ist das natürlich sehr ärgerlich, aber es geht noch weiter und es sind noch sechs Punkte zu holen.


Informationen
Quelle: fck.de, "fcstpauli.com"
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: 1. FC Kaiserslautern, FC St. Pauli, Kosta Runjaic, Ewald Lienen
Datum: 10.05.2015 11:29 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-fc-st--pauli-entfuehrt-die-punkte-aus-kaiserslautern-20413.html
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