Schorch-Wechsel zu Viktoria Köln hat sich erst einmal zerschlagen


Schorch-Wechsel zu Viktoria Köln hat sich erst einmal zerschlagen
Bild: dfb.de
Beim Edelreservisten des 1. FC Köln, Christopher Schorch, hat sich in den letzten Tagen ein Wechselt zum Stadtrivalen und Regionalliga-Spitzenteam FC Viktoria Köln angedeutet. Daraus wird nun jedoch wahrscheinlich nichts, da sich die Parteien noch nicht einigen konnten. Vor vier Jahren ist der mittlerweile 24-Jährige von Real Madrid zum FC gewechselt. Richtig sportlich überzeugen konnte der Defensivspezialist jedoch nicht. Nun hat er beim „FC-Stammtisch“ deutlich gemacht, dass er sich bei einem Verein in Westdeutschland wohlfühlen würde.

Beste Kontakte zu Viktoria Köln

So hat er im „Gaffel am Dom“ dazu deutlich gemacht: „Es gibt zwei interessante Sachen, eine davon ist das Beste für mich. Eigentlich wollen wir nicht aus Köln weg. Ich werde nicht weit weg von hier spielen.“ Deshalb wäre die rechtsrheinische Viktoria aufgrund verschiedener Komponenten auch die beste Lösung für den ehemaligen Hertha-Profi gewesen. Grund hierfür ist sicherlich neben seinem guten Verhältnis zu Coach Claus-Dieter Wollitz, den er aus gemeinsamen Zeiten beim FC Energie Cottbus bereits kennt, auch sein gutes Verhältniszu Viktoria-Gönner Franz-Josef Wernze.

„Er ist ein super Typ. Ich denke, er könnte auch Zweite Liga spielen“

Nun hat jedoch Viktoria deutlich gemacht, dass aus dieser Überlegung keine Fakten geschaffen werden konnten. Gegenüber dem „Kölner-Stadt-Anzeiger“ teilt dazu der Sportliche Leiter Franz Wunderlich mit: „Schorch war vor zwei Wochen eine Überlegung. Wir sind übereingekommen, dass auf seiner Position kein Bedarf besteht, weil wir schon ähnliche Spielertypen haben.“ Ähnlich verhalten äußert sich auch Wernze, wenn er sagt: „Wir haben das mal überlegt. Aber inzwischen müsste da bei uns etwas passiert sein, was ich nicht weiß.“ Ähnlich eindeutige Dementi wie im Fall von Trainer Wollitz. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wollitz interveniert jedoch konsequent, wenn er deutlich macht: „Aktuell ist nichts geplant. Dann müsste ich andere Spieler vor den Kopf stoßen. Er ist ein super Typ. Ich denke, er könnte auch Zweite Liga spielen. Warum es so schwer ist, etwas zu finden, verstehe ich nicht.“

„Meine Zeit war schwer, aber trotzdem sehr schön“

Beim letzten Heimspiel der vorigen Saison, beim 1:2 gegen seinen Ex-Verein Hertha BSC, ist Schorch im heimischen Rhein-Energie-Stadion vor den eigenen Fans verabschiedet worden. Auch da musste er sich maximal mit einem Kaderplatz begnügen. Ein wenig lustig mag im Nachhinein daherkommen, dass der Verein es sogar vergessen hat, ihn zur traditionellen Weihnachtsfeier einzuladen. Nun blickt Schorch trotz all
dieser Enttäuschungen jedoch wieder deutlich optimistischer in die Zukunft. So erklärt er dem „ksta.de“: „Meine Zeit war schwer, aber trotzdem sehr schön. Wenn ich darüber nachdenken würde, was schiefgelaufen ist, könnte ich nicht schlafen. Was mal war, das war . . .“

Schlüssel für Audi Q 7, aber keinen Führerschein

Seine Vita war bei seinem Wechsel 2009 zum FC wahrlich beeindruckend. So ist er 2007 nach gerade einmal zwei Bundesligaspielen und gerade einmal 19 Einsatzminuten zu Real Madrid und Trainer Bernd Schuster gewechselt. Gegenüber der Zeitschrift „11 Freunde“ hat er über diese aufregende Zeit folgendes verraten: „Man führte mich zuallererst in ein 350-Quadratmeter-Apartment mit Swimmingpool, Sauna, Solarium.Danach drückten sie mir den Schlüssel für einen Audi Q7 in die Hand. Dabei hatte ich nicht mal einen Führerschein.“

„40 000 FC-Hymne singen oder 70.000 im Bernabeu Nüsse essen“

Auch wenn Schorch nur in der Reservemannschaft von Real Madrid gespielt hat, so zeigt er sich absolut nicht enttäuscht über diese Erfahrung: „Madrid will ich nicht missen. Wenn du so ein Angebot bekommst, musst du es machen. Der von vielen FC-Fans als „Moneten-Meier“ verschrieene ehemalige Kölner-Manager Michael Meier hat ihn in die Domstadt gelockt und ihn mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet. Dazu meint Schorch: „Er wollte mich unbedingt.“ Seine Zeit in Köln ist von vielen Verletzungen geprägt gewesen. So liest sich die Liste der Ausfälle wie folgt: „ Kreuzbandriss, Sehnenriss, Knorpelschaden, Patellasehnenriss, um nur die schwersten Verletzungen zu nennen.“ Bei Trainer Soldo war er zunächst Stammspieler, bevor der folgende Trainer Stale Solbakken nicht so sehr auf die Dienste des gebürtigen Hallensers baute: „Er hat mir schnell signalisiert: Dich will ich nicht.“ Dennoch äußert er sich ein wenig pathetisch: „Ich liebe das hier.“ Über die Atmosphäre weiß er zu berichten: „Es ist was anderes, ob 40 000 Leute die FC-Hymne singen oder 70 000 im Bernabeu klatschen und Nüsse essen.“


Informationen
Quelle: ksta.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: Christopher Schorch, 1. FC Köln, Real Madrid, Hallescher FC
Datum: 29.08.2013 10:31 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-schorch-wechsel-zu-viktoria-koeln-hat-sich-erst-einmal-zerschlagen-7235.html
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