Stoppt der 1. FC Köln mit dem Aufstieg den Ausverkauf?


Der 1. FC Köln erlebte innerhalb von nur zwei Tagen die Gefühlsachterbahn in bitterer Art und Weise. Nachdem am Samstag in Sachen Aufstieg noch alles im erfreulichen Bereich geregelt zu sein schien, gab es am gestrigen Montagabend lange Gesichter rund um das Geißbockheim. Der Grund für diese jüngste Unzufriedenheit ist die Tatsache, dass der Hauptkonkurrent im Kampf um den Relegationsplatz, der 1. FC Kaiserslautern, kurz vor Schlusspfiff noch den 1:0-Siegtreffer im Duell mit dem TSV 1860 München erzielen konnte. Der Sechs-Punkte-Abstand ist damit wiederhergestellt. Nun droht der Ausverkauf von Leistungsträgern für den FC.

Besonders Siegtorschütze Christian Clemens stand ganz besonders im Fokus, denn seine beeindruckende fußballerische Klasse hat auch zahlungskräftige Vereine auf den Plan gerufen, die sich im erst 21-jährigen Offensivmann eine echte Verstärkung erhoffen. Das Problem des 1. FC Köln ist zweifelsfrei, dass 4,5 Millionen Euro im Spieleretat fehlen und der rheinische Traditionsverein dringend Geld benötigt, um die Verbindlichkeiten stopfen zu können. Wenn also tatsächlich der erhoffte Bundesliga-Aufstieg nicht gelingen sollte, dann müssten möglicherweise auch Spieler verkauft werden.
Es gibt einige Beweise dafür, dass Clemens der geeignete Verkaufskandidat sein würde. Da wäre zum einen der Vertrag, der nur noch bis Juni 2014 datiert ist. Daher muss sich der Verein die Frage stellen, ob man ihn in den nächsten Wochen verlängern möchte oder ob ein Verkauf in diesem Sommer die deutlich bessere Lösung sein würde. Auch die Tatsache, dass Clemens liebend gerne in der ersten Bundesliga spielen möchte, ist ein weiteres Indiz dafür. Zugleich ist die enorme Werthaltigkeit des Spielers bekannt, denn nach jetzigem Stand der Dinge scheint Christian Clemens der einzige Spieler zu sein, mit dem noch eine Millionen-Einnahme erwirtschaftet werden könnte.
Insgesamt gestaltet sich die finanzielle Ebene als ein kleines „Trauerspiel“, denn zahlreiche Leistungsträger haben nach der mäßigen Vorrunde einen erheblichen Werteverlust hinnehmen müssen. Auch vor Clemens hat diese Entwicklung nicht Halt gemacht, was sich nach Angaben von "Transfermarkt.de" mit einem Sinken von einst 3 Millionen Euro auf nur noch 2,25 Millionen Euro niedergeschlagen hat.
Auch die Leistungsträger wie Lehmann und Eichner mit jeweils 350.000 Euro weniger, Matuschyk, Brecko, Jajalo, Maroh und Chihi mit 250.000 Euro weniger. Der Werteverlust summiert sich natürlich, denn innerhalb von wenigen Monaten musste die gesamte Mannschaft einen Verlust in Höhe von rund 3 Millionen Euro hinnehmen. Lediglich die Youngsters wie Timo Horn und Jonas Hector konnten auch tatsächlich ihren Transfermarkt steigern. Nun lautet also die Frage, was gemacht werden muss, damit sich diese Problematik möglichst schnell ändern kann. Die Antwort wär
e mit dem Aufstieg gegeben. Wenn aber tatsächlich das „kleine Fußballwunder“ nicht mehr passieren sollte, dann droht ein massiver Ausverkauf von einigen Kickern. Köln ist klamm, denn allein in diesem Saisonetat klafft ein Loch in Höhe von rund vier Millionen Euro, was für einen Zweitligisten enorm ist.
Auch mussten einige Spieler vor Saisonbeginn ausgeliehen werden. Wie etwa Sascha Riether, den es für eine Spielzeit zum englischen Erstligisten FC Fulham gezogen hat. Als unumstrittene Stammkraft hat er sich zuletzt mit 0:1 gegenüber Manchester United geschlagen geben müssen. Nun ist die Hoffnung enorm, dass Riether auch tatsächlich länger in der Premier League kicken könnte. FC-Transfermanager Jörg Jakobs drückt seine Hoffnung in Worten aus, wenn er gegenüber dem "Express" mitteilt: „Er hat sich einen guten Namen gemacht. Selbst wenn Fulham nicht wollte, kommt sicher ein anderer Klub.“ Eine durchaus erstrebenswerte Ambition, denn neben der beachtlichen Ablösesumme in Höhe von 1,5 Millionen Euro könnte sich der FC auch das Gehalt in Höhe von 1,5 Millionen Euro zukünftig sparen.
Diese getätigte Aussage ruft jedoch kollektives Kopfschütteln bei Riethers Berater Volker Struth hervor, der deutlich macht, dass sein Klient nach Saisonende gerne zum 1. FC Köln zurückkehren möchte. So erklärt er gegenüber dem "Express": „Wir waren überrascht über die Aussagen des 1. FC Köln“, der hinzufügt:„Stand heute ist, dass Sascha im Sommer wieder am Geißbockheim erscheinen wird.“ Die Folgen einer Rückkehr wären finanziell eher suboptimaler Natur, denn neben der erhofften Ablösesumme ist vor allem auch das Gehalt des ehemaligen Wolfsburg- und Freiburg-Spielers zu bezahlen. Für den 1. FC Köln wird es künftig einzig und allein darum gehen, dass man sich geduldig zeigt. FC-Geschäftsführer Claus Horstmann hofft immerhin: „Ich habe im September zuletzt mit Sascha gesprochen. Fulham hat eine Option. Ob sie die ziehen, ist unklar.“ Auch in diesem Fall wäre der Bundesliga-Aufstieg die beste Lösung, denn sportlich wäre der 29-jährige Defensivmann eine echte Verstärkung. Auch finanziell wäre die Einnahmesituation für den 1. FC Köln deutlich erträglicher.“


Informationen
Quelle: express.de; bild.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: 1. FC Köln; Stanislawski; Eichner; Lehmann; Clemens; Chihi; Riether; Brecko; Jajalo; Maroh; Matuschyk; Horn; Hector
Datum: 05.02.2013 20:07 Uhr
Url: http://www.2-liga.com/2liga/news-stoppt-der-1--fc-koeln-mit-dem-aufstieg-den-ausverkauf--4010.html
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